Staatsanwaltschaft fordert Bewährungsstrafe für Leo-Burnett-Chef Rensmann

Mittwoch, 20. Juni 2007

Im dem Verfahren gegen Franz-Josef Rensmann, Chef der Werbeagentur Leo Burnett in Frankfurt, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Strafforderung erhoben. Dem Plädoyer zufolge soll Rensmann zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten sowie einer Geldauflage von 50.000 Euro verurteilt werden. Das bestätigt eine Sprecherin des Landgerichts Stuttgart. Das Urteil in dem Verfahren wegen Beihilfe zur Untreue soll am morgigen Donnerstag gesprochen werden. Ob Rensmann im Falle einer Verurteilung weiterhin CEO der deutschen Leo-Burnett-Gruppe bleibt, ist unklar. "Man muss abwarten, wie das Urteil ausfällt und dann sehen, inwieweit die Situation zu einer Belastung für die Agentur werden kann", erklärt Rensmann auf Anfrage.

Der Prozess gegen den 52-Jährigen und zwei weitere Verdächtige wurde von dem Verfahren gegen einen Ex-Daimler-Chrysler-Manager abgetrennt. Dieser steht im Verdacht, mit Scheingeschäften Konzerngelder veruntreut zu haben. Im Fall Rensmann geht es darum, inwieweit er in seiner damaligen Funktion als Geschäftsführer der Ogilvy-Tochter RMC, zu deren Kunden Daimler-Chrysler zählte, Unregelmäßigkeiten gedeckt hat.

Zur Beschleunigung des Verfahrens hat beigetragen, dass Rensmann eine Teilschuld eingestanden hat. Dabei hat er die Verantwortung für Vorausrechnungen übernommen, die von RMC ausgestellt wurden. Großen Wert legt der Agenturmanager darauf, dass ihm zu keiner Zeit persönliche Bereicherung vorgeworfen wurde. mam

Meist gelesen
stats