Springer & Jacoby sagt dem GWA vorerst Goodbye

Mittwoch, 16. Dezember 1998

Die Hamburger Agentur Springer & Jacoby hat die Mitgliedschaft im Gesamtverband Werbeagenturen (GWA) gekündigt. Mitte des Jahres hatte die Kreativschmiede eine vorläufige Kündigung ausgesprochen. Hintergrund dieser Aktion: Der Pitch um Eurocard, der - weil kostenlos - in der Branche Wellen schlug. S&J hat bei dem Unternehmen als einzige Agentur auf einem Präsentationshonorar bestanden - und es bekommen. Doch die Agentur war maßlos darüber verärgert, daß die anderen Pitchteilnehmer in der Öffentlichkeit kundtaten, nicht kostenlos präsentiert zu haben. Um beim GWA ein Zeichen zu setzen, folgte die vorsorgliche Kündigung, die bisher nicht zurückgezogen wurde. GWA-Präsident Lothar S. Leonhard: "Kostenlose Pitches sind ein ethisches Thema im Verband. Aber rein rechtlich gesehen, können wir unsere Mitglieder nicht dazu zwingen, ein Präsentationshonorar zu verlangen. Uns sind die Hände gebunden."
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