Springer & Jacoby mit DDB?

Montag, 14. Dezember 1998
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Kurz vor Jahresende häufen sich die Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Springer & Jacoby. Bereits seit Monaten ist klar, daß die Agentur die internationale Anbindung an ein Network sucht. Namen wie AP Lintas, aber vor allem die Omnicom-Holding mit ihren Agenturen BBDO und DDB kursierten als potentielle Partner von S&J in der Branche. Jetzt wollen Insider von einem Verkauf der Units, die bekanntlich als einzelne Gesellschaften firmieren, an DDB für die stolze Summe von 280 bis 300 Millionen Mark wissen. Interesse soll DDB dabei an dem S&J-Management bekunden, nicht am größten Kunden der Agentur, Mercedes-Benz. Schließlich, so munkelt man in der Branche, soll mittels der Mercedes-Mannen bei S&J die offensichtliche kreative Schwäche beim DDB-Kunden VW behoben werden. Und weiter im Planspiel: DDB soll, so vermelden die Buschtrommeln, das Düsseldorfer Büro dichtmachen und dasGeschäft für Henkel über die Kölner Agentur WAS abwickeln. Alle anderen Etats sollen dann zur neuen Agentur nach Hamburg wandern. S&J-Frontman André Kemper: "Wünsche kann man äußern, gerade zur Weihnachtszeit. Aber ich weiß von nichts, weder mit mir noch mit meinen beiden Partner hat DDB jemals gesprochen." Bernard Brochand, President DDB International und Mitglied im Omnicom-Board bestreitet Verhandlungen mit S&J ebenfalls: "Daran ist nichts Wahres. Es gibt keinerlei Kontakte zu Springer& Jacoby." Er bestätigt allerdings , daß DDB mit der Kölner Agentur WAS verhandelt und sagt: "Ich hoffe, daß wir zu einem erfolgreichen Abschluß kommen werden. Zu dem angeblichen Abgang von Ursula Fuhrhop bei DDB, den HORIZONT am vergangenen Donnerstag in der Newsline meldete, will sich Brochand dagegen nicht äußern. Trotz des "No-Comment" halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach Gespräche über einen Weggang zwischen Fuhrhop und der DDB-Spitze geführt werden.
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