Springer & Jacoby gilt als Top-Favorit für den Müller-Milch-Etat

Freitag, 24. September 2004

Der Pitch um den Gesamtetat der Aretsrieder Molkerei Alois Müller ist offenbar entschieden: Gerüchten zufolge hat sich die Hamburger Agentur Springer & Jacoby bei der Wettbewerbspräsentation durchgesetzt. Den Namen der Agentur will man in Aretsried zwar nicht preisgeben, bestätigt aber, dass der Pitch „so gut wie abgeschlossen ist“. Die weiteren Pitchteilnehmer sollen bereits allesamt Absagen bekommen haben. Springer & Jacoby will von einer Entscheidung noch nichts gehört haben. Aufgabe für die neue Agentur ist „die Entwicklung einer stringenten Markenführung und die Stärkung der Dachmarke Müller“, so Marketingleiter Jens-Oliver Hauck zum Start des Pitches Ende Juli.

Bislang hat das Unternehmen in der klassischen Werbung mit den Agenturen Wensauer & Partner (Müllermilch, reine Buttermilch und Milchreis), Heye & Partner (Joghurt mit der Ecke, Crema und Müller Drinks) sowie London Project (Froop, Nestlé LC 1) zusammengearbeitet. Zu dem ausgeschriebenen Etat gehört auch die neue Submarke Müller Desserts unter deren Dach das Unternehmen das von Nestlé übernommene Dessertgeschäft bündelt. Diese Sparte war bislang ohne Beteuer. Die Brutto-Werbeinvestitionen der Molkerei Alois Müller lagen 2003 bei rund 58 Millionen Euro.

Für Springer & Jacoby wäre der Gewinn des Müller-Milch-Etats endlich wieder eine gute Nachricht. Gerade erst hat die Agentur die Trennung von ihrem Kunden Benq bekannt gegeben. Der Werbeetat des taiwanesischen Elektronikkonzern für Europa liegt im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass Springer & Jacoby den französischen Mercedes-Benz-Etat verloren hat. ems
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