Soundfänger: Wie ein japanischer Designstudent den Alltag zum Klingen bringt

Freitag, 04. Januar 2013
Auch das Miau einer Katze lässt sich wunderbar integrieren
Auch das Miau einer Katze lässt sich wunderbar integrieren

Dass Japan ein Händchen für Design besitzt, hat das Land einmal mehr zuletzt in Cannes bewiesen. Mit insgesamt 13 Löwen - fünf davon in Gold - sicherten sich die Asiaten in dieser Wettbewerbssparte Platz zwei im Länderranking hinter Deutschland. Nun macht Japan erneut mit einer genialen Designidee auf sich aufmerksam. Das Werk des Studenten Jun Fujiwara der Tama Art University in Tokyo ist eine moderne Interpretation der guten alten Flaschenpost - allerdings mit deutlich mehr Sound. Gerade in der zum Teil doch sehr trüben Winterzeit wünschen sich viele nicht nur warme Temperaturen und strahlenden Sonnenschein zurück, sondern auch die entsprechenden Geräusche: liebliches Vogelgezwitscher, summende Bienen, zirpende Grillen oder brutzelnde Würstchen und Gemüse auf dem Grill. Das Projekt "Re: Sound Bottle" macht das jetzt möglich - und sieht ganz nebenbei auch noch schick aus.

Der Clou liegt aber nicht darin, dass die weiße Flasche Geräusche aufzeichnen kann. Das Glasgefäß mixt nämlich anschließend die aufgenommenen Sounds mithilfe einer eingebauten Software zu einem persönlichen Soundtrack zusammen. Einmal entkorkt, startet die Melodie. Da verwandeln sich sogar laute Motorradgeräusche oder ohrenbetäubende Presslufthammer zu Musik in den Ohren.

Einen Preis hat die Arbeit bereits erhalten: Sie punktete bei den Mitsubishi Chemical Junior Designer Awards. Kaufen kann man die musikalische Glasflasche bislang leider nicht. Es gibt sie bislang nur als einmaligen Entwurf. jm
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