Solorunde für Heye & Partner bei AEG

Donnerstag, 13. April 2000

Ein rundes Dreivierteljahr währt der Pitch-Marathon um das 25 Millionen Mark schwere AEG-Budget nun schon. Jetzt hat sich der Nürnberger Hausgerätehersteller zu einer Art Vorentscheidung zugunsten von Heye & Partner durchgerungen. Die drei Mitbewerber der im Januar neu aufgelegten Pitchrunde – J. Walter Thompson, Grabarz & Partner sowie Wensauer & Partner – sind aus dem Rennen. Grund, die Korken knallen zu lassen, haben die Werber aus Unterhaching jedoch noch lange nicht. "Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen", lässt AEG-Brandmanager Werner Zickermann wissen. "Es sind noch verschiedene Punkte innerhalb unseres Konzerns bezüglich der Markenstrategie zu klären. Darüber verhandeln wir derzeit mit der Agentur." Ob Heye den Zuschlag dann tatsächlich erhält, wollen die Nürnberger "im Laufe der nächsten Monate" entscheiden. Da die Agentur erst seit Januar am Pitch beteiligt ist, dürfte sie noch genügend Ausdauer haben, diese Monate zu überstehen. Dem Münchner Wettbewerber Serviceplan, der Ende 1999 neben JWT in der AEG-Finalrunde stand, war der Atem bekanntlich ausgegangen. Die Agentur hatte sich aus dem Pitch zurückgezogen. Der Startschuss zum Pitchmarathon fiel, nachdem die langjährige AEG-Agentur im Mai 1999 die Kündigung eingereicht hatte. Nach einem umfangreichen Screening standen ein Dutzend Agenturen auf der Shortlist, aus denen sich neben JWT und Serviceplan die Agenturen Lowe & Partners sowie Saatchi & Saatchi durchsetzten. Die Finalisten dieser ersten Runde erhielten weitere Konkurrenz, als das ursprüngliche Briefing zu Beginn dieses Jahres neu ausgerichtet wurde. Sollte die anstehende Solorunde für Heye & Partner negativ ausfallen, wird es wohl oder übel zu einer Fortsetzung des Dauer-Pitches und zur Einläutung von Runde 3 kommen.
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