Social-Effie nimmt Gestalt an

Donnerstag, 27. Januar 2005

Beim Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA kommt Bewegung in die Pläne für einen neuen Wettbewerb unter dem Dach des Effie. Der bei der Mitgliederversammlung im Herbst 2004 unter dem Stichwort "Pro-bono-Award" diskutierte Preis soll in diesem unter dem Namen Social-Effie erstmals vergeben werden. Die Verantwortung für das Projekt hat der noch bis Ende September 2005 amtierende Chef der Grey-Gruppe, Bernd M. Michael, übernommen. Er soll einer eigenständigen Jury mit insgesamt acht Mitgliedern vorsitzen, die die Auszeichnungen vergibt. Wer außer Michael zur Jury gehört, steht derzeit noch nicht fest.

Mit dem Social-Effie will Michael das soziale Engagement seiner Profession verdeutlichen. "Wir müssen wieder klar machen, dass wir nicht nur die Marktschreier für ,Geiz ist geil' und ,Lass dich nicht verarschen' sind, son dern viele gesellschaftlich sinnvolle Dinge tun", so Michael. Damit will er auch das Image der Werber aufpolieren, das Michael zufolge bei vielen Leuten "noch unter dem von Gebrauchtwagenhändlern rangiert".

Unter dem Dach des neuen Wettbewerbs sollen künftig auch die zuletzt in der Effie-Kategorie "Soziale und kulturelle Initiativen" eingereichten Kampagnen gebündelt werden. Zudem richtet sich der Award an NGOs. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob deren Kampagne pro bono geschaltet oder bezahlt wurde.

Veränderungen deuten sich auch beim traditionellen Effie an. Hier soll eine zweite Jurierungsrunde dafür sorgen, dass einzelne Arbeiten genauer diskutiert werden können. GWA-Präsident Holger Jung will sich zu den Plänen derzeit nicht äußern. mam
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