Sixt-Streit: GWA-Ältestenrat verzichtet auf Abmahnung / Vorstand bleibt unverändert

Montag, 23. Februar 2004

Der Ältestenrat des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA verzichtet darauf, die Protagonisten im Sixt-Streit, BBDO und Jung von Matt, abzumahnen oder sonstige disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen. In einem Schreiben an die beiden Agenturen hat das Gremium allerdings ihr Verhalten missbilligt. BBDO wird vorgeworfen, "den Etat einer anderen Mitgliedsagentur mit einem die Statuten verletzenden preisaggressiven Angebot angegriffen zu haben".

Im Gegenzug beanstandet der Ältestenrat, dass Jung von Matt "überzogene Vorwürfe öffentlich gemacht hat anstatt eine interne Lösung anzustreben". Mit der jetzigen Erklärung, die nach der GWA-Vorstandssitzung Ende voriger Woche veröffentlicht wurde, will der angeschlagene Verband offenbar deutlich machen, dass seine Schlichtungsgremien nicht untätig gewesen sind.

Zudem hat der Vorstand entgegen der ursprünglichen Planung beschlossen, bis zum Ende der Amtsperiode im Oktober 2004 in unveränderter Besetzung weiterzuarbeiten. Damit bleiben sowohl der scheidende BBDO-Chef Rainer Zimmermann als auch die agenturlosen Vorstände Harald Adam (zuletzt Publicis) und Martin Blach (zuletzt FCB) im Amt. Zimmermann hatte auf der Vorstandssitzung seinen Rücktritt angeboten. Dieser wurde jedoch einstimmig abgelehnt. mam
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