Sir John Hegarty: "Ich bin egozentrisch und unnachgiebig" / Die besten BBH-Kampagnen

Donnerstag, 14. Juli 2011
Sir John Hegarty im Gespräch mit HORIZONT (Foto: Boris Bullwinkel)
Sir John Hegarty im Gespräch mit HORIZONT (Foto: Boris Bullwinkel)


Der Mann ist ehrlich: Im Interview mit HORIZONT gibt Sir John Hegarty, weltweiter Kreativchef und Gründer der Londoner Kreativagentur Bartle Bogle Hegarty (BBH), offen zu, dass er egozentrisch, unnachgiebig und manchmal auch unflexibel bei Entscheidungen ist. "Aber so muss man sein, um Erfolg in der Werbebranche zu haben", verteidigt er sich. Ein starkes Selbstbewusstsein und eine gewisse Unflexibilität seien jedoch nicht nur Freund, sondern können auch größter Feind. Das musste der 67-Jährige sehr früh am eigenen Leib erfahren. Als Junior Art Director ist er 1967 bei seiner ersten Agentur Benton & Bowles in London nach 18 Monaten herausgeflogen. Der Grund: Seine damaligen Chefs mochten seine unkonventionellen Ideen nicht, verrät der Brite gegenüber HORIZONT. Dieser Vorfall habe ihn aber bestärkt. "Es hat mir gezeigt, dass man sich immer treu bleiben und stets zu seiner Meinung stehen muss." Auch wenn er erst einmal "ganz schön daran zu knabbern hatte". Einen Karriereeinbruch musste Hegarty nicht verkraften. Nach seinem Einstieg bei Cramer Saatchi (später Saatchi & Saatchi) und Mitgründung der britischen TBWA gründete er 1982 zusammen mit John Bartle und Nigel Bogel in London seine eigene Agentur BBH. In den vergangenen 30 Jahren kreierte er mit BBH Meilensteine der Werbegeschichte, unter anderem für Levi's, Audi und Johnnie Walker.

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Das ganze Interview mit Sir John Hegarty lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 28/2011 vom 14. Juli.

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Seine Erinnerungen und Empfehlungen für Kreative beschreibt er in seinem kürzlich erschienenen Buch "Hegarty on Advertising: Turning Intelligence into Magic". Anfangs wollte er gar nicht schreiben, so Hegarty. Der Verlag Thames & Hudson hätte ihn einfach überredet: "Meine erste Reaktion war: Ich bin ein Werber, kein Buchautor!" Eine starke Bildsprache sei ihm immer wichtiger gewesen als seitenweise geschriebene Worte.

Im Interview mit HORIZONT verrät der kürzlich in Cannes für sein Lebenswerk ausgezeichnete Kreative zudem, warum der Job des Creative Director der undankbarste und schwierigste Job in einer Agenturlaufbahn ist, und warum er deutsche Werbung nicht immer gut findet: "Deutschen TV-Spots fehlt es oft an Emotionen und einer überraschenden Story". Außerdem verrät Hegarty, wie er zu seinen Ideen kommt und welche Rolle Putzfrauen in Fitness-Studio dabei spielen können. jm

Hier gehts zu den Kampagnenklassikern von Hegarty und BBH (Auswahl)...

Audi - Vorsprung durch Technik (1983)

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1985



Whitebread Beer Company, Boddingtons Bitter (1993)

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2003 - Spot "Fish"

2004

2006

2008

2010

2010

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