Serviceplan geht nach Italien

Donnerstag, 26. April 2012
Partner in Italien: Ghelardi, von Hornstein, Gorra (v.l.)
Partner in Italien: Ghelardi, von Hornstein, Gorra (v.l.)

Die Agenturgruppe Serviceplan baut ihr internationales Angebot aus. Vor kurzem hat sie nach dem Vorbild der Niederlassungen in München, Hamburg, Berlin und Wien auch in Mailand ein "Haus der Kommunikation" eröffnet. Neben dem Angebot der Digitalagentur Plan.Net, die bereits seit dem vorigen Jahr im italienischen Markt vertreten ist, agiert die Gruppe dort nun auch mit der Werbeagenturmarke Serviceplan. 2013 soll zudem die Mediaagentur Mediaplus hinzukommen. "Unser integrierter Ansatz ist in Italien ein Novum. Ein solches Modell gibt es dort bislang nicht", begründet der für das Büro zuständige Holding-Geschäftsführer Florian von Hornstein den Schritt. Außerdem gab es wohl eine günstige Gelegenheit, zwei Fachleute aus dem italienischen Markt für sich zu gewinnen: Sandro Gorra und Giovanni Ghelardi. Die beiden werden Serviceplan Italia als Teilhaber und Geschäftsführer leiten. Bis Ende 2011 stand das Duo bei der Publicis-Tochter Republic unter Vertrag.

Derzeit beschäftigt die "Casa della Communicazione" in Mailand rund 30 Mitarbeiter, davon sind etwas mehr als die Hälfte für die Marke Plan.Net tätig, die übrigen Mitarbeiter für Serviceplan. Zu den Kunden der Werbeagentur zählen Pfizer, Alfa Wassermann und Gioco Digitale. Von der Digital-Schwester werden zudem Unternehmen wie Ikea, Johnson & Johnson und Spontex betreut. Serviceplan-Manager von Hornstein betont, dass man Serviceplan als lokalen Anbieter auf dem italienischen Markt etablieren will. Neben Geschäft mit deutschen oder internationalen Unternehmen gehe es vor allem darum, vor Ort Kunden zu gewinnen.

Bis zum Jahresende ist ein Honorarumsatz von 3 Millionen Euro angepeilt. In drei Jahren will man bereits 10 Millionen umsetzen. Auch die Mitarbeiterzahlen sollen sich entsprechend nach oben entwickeln. Angst, mit ihrem Engagement angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Italien zur falschen Zeit zu kommen, haben die Verantwortlichen nicht. "Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist", sagt von Hornstein. mam
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