Serviceplan: Agenturgruppe erwägt Austritt aus dem GWA

Donnerstag, 18. August 2011
Florian Haller: "Konstruktive Gespräche"
Florian Haller: "Konstruktive Gespräche"

Die Münchner Agenturholding Serviceplan stellt ihr Engagement im Gesamtverband Kommunikationsagenturen auf den Prüfstand. Nach HORIZONT-Informationen hat die Gruppe ihre Mitgliedschaft zum Jahresende gekündigt. Als Grund gilt Unzufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings laufen derzeit Gespräche zwischen der Verbandsführung und Serviceplan-Chef Florian Haller mit dem Ziel, die Kündigung rückgängig zu machen. Die beteiligten Akteure sind zuversichtlich, eine positive Lösung zu finden. So bekennt sich Serviceplan-Chef Haller ausrücklich zur "Sinnhaftigkeit einer schlagkräftigen Branchen- und Interessenvertretung". Man befinde sich derzeit in "konstruktiven Gesprächen mit der Verbandsführung".

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Knackpunkt bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit der GWA-Mitgliedschaft ist nicht zuletzt die Beiträgshöhe. Den Löwenanteil von den 1,3 Millionen Euro, die die Mitglieder dem GWA überweisen, kommt von den Großagenturen. Nicht jeder ist das recht. So hat beispielweise die deutsche Young & Rubicam-Gruppe ihre Mitgliedschaft gekündigt, prüft derzeit aber, ob einzelne Firmen, beispielsweise der Healthcare-Spezialist Sudler & Hennessey, in den Verband zurückkehren.

Für den GWA kommt die Diskussion zur Unzeit. So ist nach wie vor offen, wer im Oktober als Nachfolger von Präsident Peter John Mahrenholz kandidiert. Der frühere CEO von Draft FCB Deutschland gibt sein Mandat ein Jahr vor Ablauf der regulären Amtszeit auf, weil er bei seinem bisherigen Arbeitgeber ausscheidet. Als mögliche Kandidaten wurden zuletzt Ogilvy-Chef Thomas Strerath und Kemper-Trautmann-Gründer Michael Trautmann gehandelt. mam

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