Seitenhieb auf McDonald's & Co: Carls Jr. lässt Roboter alt aussehen

Dienstag, 28. Juni 2011
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Es ist ein Spot, der mitten ins Herz zielt: In ihrem 60-sekündigen TV-Spot gelingt es der Fastfood-Kette Carls Jr., einen Frontalangriff auf die Konkurrenten McDonald´s und Burger King in eine rührende Geschichte zu verpacken. Die Hauptrolle spielt ein einsamer Roboter, doch eigentlich geht´s mal wieder nur um das beste Sandwich. In dem von David & Goliath kreierten Spot kommt der Roboter nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause, wo lediglich sein Goldfisch auf ihn wartet. Der einzige Lichtblick ist der Chickenburger, den sich der Roboter mitgebracht hat. Doch dem metallenen Protagonisten fehlen leider die anatomischen Voraussetzungen für den Genuss - und so bleibt ihm auch diese Freude verwehrt. Die Botschaft des 60-Sekünders von Carls Jr.: Wenn Maschinen die Burger nicht essen können, dann sollten sie diese auch nicht herstellen.

Der Spot für das handgemachte Chicken-Sandwich der US-Fastfood-Kette Carls Jr. ist nicht nur eine niedliche Hommage an die gute alte Handarbeit. Die Kreation von David & Goliath stellt  auch einen Seitenhieb auf die Konkurrenz wie McDonald's oder Burger King dar, die zwar mehr Burger verkaufen, dafür aber vermeintlich stärker auf industrielle Fertigung setzen.

In der Vergangenheit machte die Burgerkette vor allem durch Werbeclips mit erotischem Touch auf sich aufmerksam. So zum Beispiel hatte Carls Jr. im März einen Spot für seinen ersten Burger im Sortiment mit Putenfleisch gelauncht. Um diesen angemessen zu präsentieren, engagierte das Schnellrestaurant eine echte Schönheitskönigin als Gedankenstütze. Und so ließ sich im Commercial keine geringere als die damalige Miss Turkey, bekleidet mit einem knappen Bikini, einen der Putenburger schmecken.

Erstmals für Aufsehen sorgte die Kette 2005 mit einem erotischen Spot mit Hotelerbin Paris Hilton (Kreation: Mendelsohn Zien, Los Angeles). Im Commercial "Spicy BBQ Six Dollar Burger" wäscht die Blondine äußerst lasziv ein Auto und beißt dabei genüsslich in einen Burger. Dieser Spot war Amerikas Sittenwächtern zu heiß, er wurde kurzerhand aus den Werbeblöcken verbannt. Auf solche platten Entgleisungen hat Carls Jr. beim aktuellen Werbeclip zum Glück verzichtet. jm
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