Sebastian Turner bleibt ADC-Vorstandssprecher

Montag, 16. September 2002

Mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit wurde Scholz & Friends-Kreativchef Sebastian Turner auf der ADC-Jahreshauptversammlung in seinem Amt als Vorstandssprecher des deutschen Kreativclubs bestätigt. Sein Gegenkandidat Hans-Peter Albrecht erhielt rund 30 Prozent der Stimmen. Kontrovers diskutiert wurden die Bewertungsmodalitäten des ADC-Wettbewerbs. So soll künftig vermieden werden, dass identische Arbeiten in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden. Der Vorstand will dazu ein entsprechendes Modell erarbeiten.

Für hitzige Debatten sorgte außerdem die Frage der Jurybesetzung. Einige Mitglieder plädierten dafür, die Zusammensetzung der Jurys künftig per Losverfahren zu bestimmen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt, weil es für Kreative aus dem Bereich Grafik Design oder Fotografie wenig Sinn mache, über Hörfunkspots zu jurieren.

Darüber hinaus will sich der Club in den kommenden zwei Jahren für weitere Kommunikationsdisziplinen öffnen. Zu den Themen, die künftig stärkere Beachtung finden sollen, gehören Kommunikation im Raum, Packungsdesign, Event, Illustration, Grafik Design und Interaktive Medien.

Ein weiterer Schwerpunkt soll die Ausbildung des kreativen Nachwuchses sein. Der ADC will seine eigenen Ausbildungsangebote im Rahmen der sogenannten "ADC-Academy" ausbauen. Zur Kundin des Jahres wählten die ADC-Mitglieder Gabriele Handel-Jung, Werbeleiterin der Deutschen Bahn. Ehrenmitglied des Jahres wurde "Titanic"-Mitgründer Robert Gernhardt.
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