Sebastian Steudtner beim ADC: „Geile Bilder und eine starke Message!"

Freitag, 24. April 2009
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Sebastian Steudtner ADC Focus


Ob in der Werbung oder im Wellenreiten - zum perfekten Ride gehört kontrolliertes Riskio, erklärt Sebastian Steudtner auf dem ADC Gipfel der Kreativität. Als Risikomanagement-Experten hatte der ADC den Extremsurfer zum Kongress eingeladen. Der 23-Jährige räumte gleich zu Anfang mit dem Layback-Klischee der Wellenreiter auf und entführte die Kongressteilnehmer in die Welt des Tow-In-Surfens, des Reitens der größten Wellen der Welt. Mit 60.000 Tonnen Wassermasse im Rücken ist beim Surfen Focus und Ruhe gefragt, so Steudtner. Mut gehört dazu, aber Panik, so der Wahl-Hawaianer, bedeutet den Tod jedes Extremsurfers. Entsprechend intensiv fällt die Vorbereitung für den perfekten Ritt aus: Wie der Produktmarkt von den Werbestrategen erforscht wird, beschäftigt sich Steudtner intensiv mit jeder neuen Welle, die er Reiten will. Per Satellitenbilder analysiert Steudtner unter anderem die Sturmentwicklung, die Windgeschwindigkeit und die Wellenentstehung. Und auch das Training, beispielsweise das Tauchen bis zur Bewusstlosigkeit oder die Arbeitsabläufe mit seinen drei Teampartnern dienen dem Surfer dazu, sein Todesrisko zu minimieren und den Erfolg seines Mutes sicherzustellen.

Und mit diesem Wissen, so Steudtner, muss er nicht mehr überlegen, ob das Risiko eingeht, er macht es einfach. Und das ist auch sicherlich eine der Lehren, die die Kreativen aus der Diskussion mitnehmen werden: Mut braucht kein Glück, sondern kalkuliertes Risko. Die Schnittstelle zwischen Werbung und Surfen besteht für Steudtner, der mit 16 Jahren auf nach Hawai ins Surfinternat ging, in den „Guten Bilder und der starken Message, die beide den Menschen bringen". Das Vertrauen schenkt das Publikum den Mutigen, so die Botschaft des Wellenreiters. nk
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