Scholz & Friends verliert Deutsche Telekom

Dienstag, 09. Januar 2001

Krisenstimmung bei Scholz & Friends: Die Deutsche Telekom hat ihrer Stammagentur fristlos gekündigt. Der Grund für diese Entscheidung hängt vermutlich mit der Teilnahme der Nova Werbeagentur am Pitch um den Genion-Etat zusammen. Nachdem bekannt wurde, dass die neu gegründete Berliner Agentur eine waschechte Tochter von Scholz & Friends in Berlin ist, zog Telekom-Kommunikationschef Jürgen Kindervater die Konsequenzen und verabschiedete sich von der gesamten Scholz & Friends-Gruppe. Was als cleverer Coup des Berliner S&F-Managements gedacht war, erweist sich nun als Eigentor: An dem Etat in zweistelliger Millionenhöhe, der hauptsächlich T-Online betrifft, hängen 40 Arbeitsplätze. Bis zum jetzigen Zeitpunkt war noch kein Verantwortlicher der Agentur zu einer Stellungnahme bereit. Auch von Seiten des Kunden gibt es bisher keine Neuigkeiten - zum Beispiel darüber, wer den Kunden zukünftig betreuen wird. Fest steht, dass die beiden anderen Stammagenturen des Konzerns, Springer & Jacoby in Hamburg und SEA in Düsseldorf, nun auf eine Erweiterung ihres Verantwortungsbereichs hoffen dürfen.
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