Scholz & Friends holt Thomas Heilmann ins Board

Montag, 29. Januar 2001

Mit einer Reihe von personellen Veränderungen will Scholz & Friends nun einen Schlussstrich unter die Irrungen und Wirrungen nach der Kündigung des Telekom-Etats setzen. Gerüchte, die schon seit längerer Zeit in der Branche kursierten, werden nun bestätigt: Sebastian Turner wird künftig ein neugeschaffenes International Creative Committee leiten - das kreative S&F-"Zentralkomittee" von Kreativdirektoren der verschiedenen S&F-Ableger. Außerdem bleibt Turner weiterhin Geschäftsführer von S&F Berlin sowie Vorstandssprecher des Art Directors Club Deutschland (ADC).

Thomas Heilmann hingegen wird Berlin den Rücken kehren und ins Hamburger Board der Agentur aufgenommen. Als Executive Director übernimmt er den Bereich "Group & Management Development".

Zudem will die S&F-Gruppe ihre Hamburger Niederlassung stärken und weiter ausbauen. Als "erste Sofortmaßnahme" kündigte S&F die Ernennung von Richard Jung zum Geschäftsführer Creation an. Jung war bislang Strategischer Planer und Creative Director bei S&F Hamburg. Ausscheiden werden aus der Hamburger Dependance Andreas Horchler und Hans Albers, die eine neue Spezialagentur innerhalb der Cordiant Communications Group aufbauen wollen.

Peter M. Schöning, Chairman und CEO der Gruppe, zeigte sich zufrieden mit der Umgestaltung: "Wir haben mit den jetzt gemeinsam mit allen Geschäftsführern beschlossenen Maßnahmen die besten Voraussetzungen, um die erfolgreiche Entwicklung der letzten 20 Jahre von Scholz & Friends fortzusetzen." Er räumte ein, dass es nicht richtig gewesen sei, die Krise in der Öffentlichkeit auf Sebastian Turner abzuladen. Die öffentliche Rüge an "einzelne Friends" sei aber nun gegenstandslos. Nach der überstandenen Krise konzentriert sich Schöning jetzt auf bevorstehende Aufgaben: "Das Neugeschäft der S&F-Gruppe ist so positiv, dass der Telekom-Verlust voraussichtlich in den nächsten Monaten ausgeglichen werden kann."

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