Schlechtes 3. Quartal für die Publicis Gruppe

Freitag, 03. November 2006

Die französische Werbeholding Publicis hat im 3. Quartal 2006 an Wachstumsschwung verloren. Besserung verspricht das gute Neugeschäft. Publicis erhöhte im 3. Quartal seine Umsätze um 2,6 Prozent auf 1,013 Milliarden Euro. Im Blick auf die ersten neun Monaten ergibt sich ein organisches Umsetzwachstum von 5,4 Prozent auf 3,135 Milliarden Euro. Die Holding zehrt damit von einem sehr guten 1. Halbjahr, in dem ein Umsatzplus von 10 Prozent erreicht worden war. Für das gesamte Jahr geht Maurice Lévy von einem Wachstum von mindestens 5 Prozent aus. Der Chairman & CEO der Publicis Groupe erklärt das schwache 3. Quartal mit kurzfristigen Kürzungen bestehender Etats und der Streichung verschiedener Kampagnen im vergangenen Sommer.

In Europa war dabei die Entwicklung mit einem Plus von 4,9 Prozent noch vergleichsweise positiv. Deutlich schlechter waren die Geschäfte in Afrika und im Nahen Osten (Minus 4,4 Prozent) sowie in Nordamerika (Plus 0,6 Prozent). Südamerika steuerte 3,9 Prozent und der asiatisch-pazifische Raum mit 3,1 Prozent zum Wachstum bei.

Für die Zukunft erwartet Lévy wieder eine deutlich positivere Entwicklung. Der Optimismus wird genährt von 1,2 Milliarden Euro Neugeschäft, das im 3. Quartal eingefahren werden konnte. In Deutschland sind das beispielsweise Aufgaben von der Deutschen Bahn, Kentucky Fried Chicken und Betandwin an Publicis und der Media-Etat von Griesson De Beukelaer an Zenith Optimedia.

Zur Publicis-Gruppe gehören die Agenturnetzwerke Publicis, Leo Burnett und Saatchi & Saatchi sowie die Mediaagenturen Starcom Mediavest Group und Zenith Optimedia. si

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