Schindler Parent verkauft Beteiligungen und löst Holding auf

Montag, 09. Mai 2005

Die Meersburger Agentur Schindler Parent will sich auf ihr Kerngeschäft Markenkommunikation konzentrieren. Nachdem 2003 bereits die Online-Tochter Morelogs in Essen liquidiert wurde, hat sich das Unternehmen von weiteren Beteiligungen getrennt. Dazu gehören der Tourismus-Verlag Labhard Medien in Konstanz, an dem Schindler Parent 52 Prozent der Anteile hielt. Zudem wurden die Tochtergesellschaften Deutsche Film-, Funk- und Fernsehwerbung mit Sitz in München sowie der Finanzdienstleister Tineon in Pfullendorf verkauft. "Wir werfen alles über Bord, was unser Profil zu verwässern droht", erklärt Agenturchef Jean-Claude Parent. Aus diesem Grund soll im Laufe des Jahres auch die Holding liquidiert werden. "Sie wird nicht mehr gebraucht", so Parent.

Veränderungen gibt es auch in der Gesellschafterstruktur, nachdem die Erben des bisherigen Mitgesellschafters Michael Witzenmann-Krell ihre Anteile an das Management verkauft haben. Ab sofort halten Parent und Co-Gründer Eugen Schindler je 37,5 Prozent der Anteile. Jeweils 12,5 Prozent liegen bei den beiden Geschäftsführern Michael Meier und Wolfgang Martin. An der Branding-Agentur Schindler Parent Identity in Berlin sind die Meersburger zu 75 Prozent beteiligt, die restlichen Anteile hält Matthias Dietz. Weil die bisherigen Beteiligungen schon in den Zahlen für 2004 nicht mehr konsolidiert wurden, ergab sich ein Minus beim Gross Income von mehr als 27 Prozent auf rund 6 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet die knapp 60-köpfige Agentur mit einem zweistelligen Umsatzplus. mam
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