Schindler Parent plant Ausstieg bei Pixelpark

Donnerstag, 06. November 2008
Pixelpark-CEO Horst Wagner
Pixelpark-CEO Horst Wagner

Die Agentur Schindler Parent schmiedet anscheinend Pläne, sich aus der Pixelpark-Gruppe zu verabschieden. Nach HORIZONT-Informationen erwägen die Gründer Eugen Schindler und Jean-Claude Parent die von dem an der Börse notierten Internetdienstleister gehaltenen Anteile an ihrer Firma zurückzuerwerben. Pixelpark ist mit 51 Prozent an der Agentur beteiligt. Pixelpark-Chef Horst Wagner will das Thema nicht kommentieren. Auch bei Schindler Parent hält man sich bedeckt und verweist darauf, dass der neue Konzernvorstand "wichtige Weichen gestellt hat, um das börsennotierte Schiff auf Kurs zu halten". Schindler Parent ist seit Anfang 2006 Teil der Pixelpark-Gruppe. Die Werbeagentur hat ihren Stammsitz in Meersburg und ist darüber hinaus mit einem Branding-Ableger in Berlin vertreten.

Unterdessen sind erste Details des Sanierungskonzepts für die verschuldete Holding bekannt. In der Verwaltung werden 40 von 54 Stellen abgebaut. Zudem wurden alle Dienstleister- und Beraterverträge gekündigt und sollen neu verhandelt werden. Dem Vernehmen nach stehen auch Firmen aus der Sparte Systemtechnologie zur Disposition. Insider gehen davon aus, dass es die Mobile-Tochter MT Digital, die IT-Firma Online Systemhaus und die Beteiligung Emprise erwischen könnte.

CEO Wagner betont, dass man der Strategie festhalte, auf "wertsteigernde Kommunikations- und E-Business-Lösungen" zu setzen. Gleichzeitig erklärt er, dass bis zum Jahresende alle operativ tätigen Einheiten der Gruppe "Cashflow-positiv" sein werden. Im Kommunikationsbereich sei das Geschäft erfolgreich verlaufen, besonders im 3. Quartal. So habe man 2008 unter anderem Etats von Lascana (Otto), BASF, Coca-Cola, Lufthansa Systems, Lindner Hotels & Resorts und Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge gewonnen. mam

Mehr zum Thema lesen sie in HORIZONT-Ausgabe 45/2008 vom 6. November. 
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