Schauspielhaus-Kampagne: Thjnk macht aus der Not eine Tugend

von Jessica Mulch
Freitag, 16. November 2012
Werbung für "Ödipus": Die Motive sollen den emotionalen Kern des Stückes aufgreifen
Werbung für "Ödipus": Die Motive sollen den emotionalen Kern des Stückes aufgreifen

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Weil die Bühne samt Technik des Deutschen Schauspielhauses saniert wird, werden die Darsteller in der aktuellen Spielzeit 2012/13 improvisieren müssen. Statt auf der großen Bühne werden die Schauspieler ihr Können auf einer Fläche inmitten des Zuschauerraums unter Beweis stellen. Die Vorteile für die Besucher: größtmögliche Nähe zu den Schauspielern und Schauspielkunst pur. Die Kampagne, die sich die betreuende Agentur Thjnk dazu ausgedacht  hat, ist ebenso außergewöhnlich.

Im Fokus des aufmerksamkeitsstarken Auftritts der Hamburger um die verantwortlichen Kreativdirektorinnen Patricia Wetzel und Patricia Pätzold für das renommierte Hamburger Theater kann folglich nur eines stehen: das reduzierte "Spielfeld", das die Kreativen mittels einer dreidimensionalen Wort-Bildmarke inszenieren. Die Holzstruktur der Buchstaben beispielsweise soll die Einfachheit und Rohheit der provisorischen Bühne widerspiegeln - ganz nach dem Motto "die Bretter, die die Welt bedeuten". Dieser rote Faden zieht sich durch das gesamte Maßnahmenpaket, das neben Plakaten (Illustration: Aad Goudappel) auch Onlinewerbung sowie einen animierten Kinospot umfasst. Während die Plakatmotive, die den emotionalen Kern des jeweiligen Stückes aufgreifen, in mehreren Flights über die gesamte Spielzeit auf Großflächen, Kultursäulen sowie an U- und S-Bahnen sichtbar sind, wird der Film im Web und in Hamburger Kinos gezeigt. Der Spot folgt dem Stil der Plakate und soll Einblick in die Gefühlswelt eines Mannes geben. "Der Film dient nicht nur der Bewerbung der einzelnen Produktionen, sondern thematisiert das Theater an sich - und wirkt so besonders markenstärkend und identitätsstiftend", ist sich der geschäftsführende Intendant Jack Kurfess sicher. Die Produktion übernahm Deli Pictures, Regie führte Jan Richter. Die Musik steuerte Thomas Kisser bei. jm

Die weiteren Plakatmotive gibts auf den folgenden Seiten

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