"Saving Greece": Wie Kreative Griechenland unterstützen würden

Dienstag, 25. Juni 2013
Cannes-Delegates entwickelten Ideen für Griechenland (Bild: Hyper Island)
Cannes-Delegates entwickelten Ideen für Griechenland (Bild: Hyper Island)


Im Zusammenhang mit Hilfe für Griechenland hört und liest man in der Regel von Eurobeträgen in Milliardenhöhe. Dass man dem taumelnden Mittelmeerstaat vielleicht auch mit kleinen, intelligenten Lösungen auf die Sprünge helfen kann, wollten gut hundert Kreative auf einem Workshop in Cannes zeigen. Unter dem Motto "Saving Greece" lud die auf digitale Kommunikation spezialisierte Hochschule Hyper Island zum Brainstorming. Dabei entstanden unter anderem diese Ideen:

Candy Crush for a Job:

Der Idee nach würde diese App von der griechischen Regierung veröffentlicht, um arbeitslose Jugendliche zu unterstützen. Die App soll für die Nutzer Tipps zu Weiterbildung, Lebenslauf oder dem Zusammenleben mit Eltern parat halten. Darüber hinaus soll die Anwendung Stellenanzeigen, Leihmöglichkeiten für die passende Kleidung zum Bewerbungsgespräch und Schnäppchenangebote für Konzerte oder Kinobesuche bieten. Auch über eine Schnittstelle zu Linkedin soll Candy Crush for a Job verfügen.

The Change

Auch das ist eine App. Sobald ein Job-Gesuch und eine Stellenanzeige übereinstimmen, erhält der Nutzer eine Push-Notification. Zuvor definierte Ziele - wie etwa drei Aufgaben an einem Tag zu erledigen - und Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Verwendern der App sollen der Nutzer vor Lethargie bewahren. Erledigte Aufgaben lassen sich dem Konzept zufolge hochladen und von interessierten Unternehmen einsehen.

Job Masters

Bei diesem 16-wöchigen Programm soll die griechische Regierung arbeitslosen Jugendlichen mit Hilfe von großen Unternehmen unter die Arme greifen. Idealerweise sollen die Teilnehmer von hochrangigen Verantwortlichen auf C-Level - also CEOs, COOs oder CMOs - für neue Herausforderungen fit gemacht werden. Die Idee wurde entwickelt von Workshop-Teilnehmern aus der Türkei, der Dominikanischen Republik und Uruguay.

Hellas 2.02.0

Dahinter verbirgt sich eine neue Art zu lernen für Schul- und Kindergartenkinder. Über Web und Mobile sollen Kinder einfacher mit ihresgleichen in Kontakt kommen. So werden sie etwa benachrichtigt, wenn andere sich für sportliche oder kulturelle Aktivitäten zusammenfinden. Das beschäftigt die Kinder und gibt den Eltern gleichzeitig mehr Freiraum. Das Konzept sieht die Eltern auch als Träger des Systems vor, arbeitslose Griechen können helfen und sich so etwas hinzuverdienen. Die Idee stammt von Matthew Pzrento (AMGW Agency), Rodrigo de la Garza (Ogilvy), Rafael Matos (Perfil252.com), Jakub Hodbod (Ogilvy) und Ulrik Gotsche (Adlatina/Hyper Island Alumni).

Alle Ideen sowie Impressionen vom Workshop sind unter savinggreece.hyperisland.com aufgelistet. "Wir wollten die Energie, Kreativität und den Gehirnschmalz der Cannes-Teilnehmer nutzen, um etwas Bedeutsames zu kreieren, das anderen helfen kann. Wir sind glücklich und stolz über die Ideen unserer Workshop-Teilnehmer und freuen uns darauf zu sehen, ob und wie sie in Griechenland realisiert werden können", sagen Creative Director Learning Partner Sara Silfverberg und Relations Manager Erika Petersson, die für Hyper Island den Workshop ermöglicht haben. ire
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