Saatchi und MTV trennen sich schon wieder

Dienstag, 17. Juli 2001
Auch Beten half nicht: In der AWA liegt Viva vor MTV
Auch Beten half nicht: In der AWA liegt Viva vor MTV

Nur von kurzer Dauer war die Zusammenarbeit zwischen dem Musiksender MTV und der Frankfurter Agentur Saatchi & Saatchi, die den Etat erst im Januar im Pitch gegen For Sale, Fahrenholz, Junghans & Raetzel, Zum Goldenen Hirschen und Spectakulär gewonnen hatten. Etathalter war bekanntlich Aimaq, Rapp, Stolle. Das zweistellige Millionenbudget des Musiksenders umfasst Image- und Produktwerbung sowie Below-the-line Maßnahmen.

Hintergrund für die einvernehmliche Trennung zwischen Kunde und Agentur: Man habe es nicht geschafft, einen gemeinsamen kreativen Nenner zu finden, sei zu unterschiedlich an die Marke MTV herangegangen, kommentiert MTV-Marketingdirektor Michael Will. Statt wie bisher mit nur einer Agentur will Will künftig nun mit verschiedenen Agenturen auf Projektbasis zusammenarbeiten, weil MTV vom ständigen Wandel lebe.

Bei der jüngsten AWA war Viva beim Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Viva und MTV mit einem Reichweitengewinn von 410.000 Sehern pro Tag am Münchner Konkurrenzen vorbeigezogen und liegt jetzt mit 110.000 Sehern pro Tag in Führung. MTV-Chefin Mühlemann wertete seinerzeit das Ergebnis trotzdem positiv: "Der Vorsprung von Viva ist mit der Astra-Aufschaltung des Senders zu begründen und ist viel kleiner ausgefallen als erwartet."
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