Saatchi & Saatchi betreut Audi

Freitag, 25. September 1998

Nach einem dreimonatigen Marathonpitch hat sich die Audi AG in Ingolstadt jetzt entschieden, ihren vakanten Werbeetat der Frankfurter Agentur Saatchi & Saatchi anzuvertrauen. Die offizielle Zusammenarbeit beginnt am 1. Januar 1999. Saatchi & Saatchi wird für die gesamte klassische Werbung in Deutschland zuständig sein und ins Audi Agency Network (Bartle Bogle Hegarty, London, Louis XIV, Paris, Tandem, Madrid, Verba, Mailand) eingebunden werden. Zuletzt hatten neben Saatchi & Saatchi nur noch die Hamburger Agentur KNSK/BBDO und die Amsterdamer Werber von Wieden & Kennedy den Hauch einerChance. Präsentiert worden ist Anfang dieser Woche. Und zwar vor dem Audi-Vorstand und im Beisein von VW-Chef Ferdinand Piëch. Saatchi & Saatchi betreut zur Zeit noch den Opel-Astra. "Das Projekt läuft noch bis zum Jahresende", sagt Managing Director Holger Lutz, der den Gewinn des Audi-Etats als "große Herausforderung wertet", zumal Jung v. Matt die kreative Meßlatte ziemlich hoch gelegt hat. Das Rätselraten um die Neuvergabe des Audi-Etats hatte Ende März begonnen, als die Hamburger Agentur Jung v. Matt den Etat eigenen Angaben zufolge gekündigt hatte, um zum Konkurrenten BMW überzulaufen. Audi hatte seinerzeit kommuniziert, Jung v. Matt gekündigt zu haben. Fakt ist: Nach etlichenManagementwechseln bei Audi - Marketingmanager Thomas Giuliani ist wieder zurück zu BMW gegangen, Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Demel nahm seinen Hut ebenso wie Graham Morris, der zu Rolls-Royce gegangen war - hatte sich die Agentur Jung v. Matt im Audi-Network nicht mehr sonderlich wohlgefühlt. Zumal die Verantwortlichen, die der Agentur 1994 erstmals das Vertrauen ausgesprochen hatten, inzwischen alle weg sind.
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