SZ-Magazin und Hypo-Vereinsbank räumen Lead-Awards 1999 ab

Donnerstag, 07. Oktober 1999

Zum neunten Mal hatte in diesem Jahr die Akademie für Bildsprache mit Unterstützung von HORIZONT und dem "Spiegel" Awards für die besten Magazine, die besten Anzeigen und die beste Fotografie ausgeschrieben. Bei den Lead-Magazinen wurden am Mittwoch im Hamburger Curio-Haus insgesamt acht Awards vergeben.

Zum zweiten Mal nach 1997 hat das Magazin der "Süddeutschen Zeitung" den Titel "Lead-Magazin" errungen. Nach dem Ausstieg der "FAZ" und der "Zeit" aus dem Minusgeschäft der Supplements hält das Magazin als letzte der einstigen Renommierbeilagen die Fahne hoch. Die prominenten Juroren der Akademie für Bildsprache sehen das Heft als Synonym "für die konsequente Suche nach neuem Kontext und die permanente Überprüfung der Elemente Text, Bild und Grafik". Das Supplement, das mit seiner ganz auf Info-Grafiken und Statistiken abgestellten Ausgabe 53/98 auch den Titel "Ausgabe des Jahres" einheimsen konnte, nutze seinen Freiraum "auf exzellente Weise" und besitze somit "unverzichtbaren Laborcharakter".

Als "Visual Leader" ist 1999 "Amica" über den Zielstrich gegangen. Die Jury attestierte dem Frauenmagazin der Verlagsgruppe Milchstraße "einen hohen ästhetischen Anspruch" und lobte die "neu gesetzten Standards" in der Reportage- und Modefotografie. "Klassiker de Jahres" wurde "Merian" und als "Newcomer 1999" konnte "Tomorrow" die interdisziplinär besetzte Jury überzeugen. Den "Relaunch des Jahres" hat die Wohnzeitschrift "Häuser" vollzogen, die "Bildstrecken des Jahres" finden sich in "Cosmopolitan" sowie "Architektur & Wohnen". Insgesamt fand die Jury lobende Worte für die Qualität der von ihr gesichteten 50 besten Zeitschriften Deutschlands, die nach einer Umfrage unter 2000 Fachleuten ausgewählt worden waren. Gleichzeitig sieht sie deutlichen innovativen Nachholbedarf.

Wenig Neues und Spektakuläres, dafür Gutes, das sich bewährt hat, lautet das Fazit der Jury des Anzeigen-Wettbewerbs. Sie kürte die Kampagne der Hypo-Vereinsbank, in Szene gesetzt von der Amsterdamer Agentur Wieden & Kennedy, zur "Lead-Kampagne" des Jahres. Mit Sixt und der "FAZ" wählte sie zwei Klassiker aus, der "Newcomer des Jahres" kommt vom Modeunternehmen Yves Saint Laurent. Die "lustigsten Kampagne" des Jahres kreierte die Hamburger Agentur Jung v. Matt für Cinemaxx. Den Preis für die "lustigste Anzeige" heimste American Express für das von Ogilvy & Mather in Frankfurt entwickelte Motiv mit dem gefesselten und geknebelten Barden Heino ein. Die "mutigste Kampagne" kam von Viva Zwei (Agentur: Boros, Wuppertal), die "mutigste Anzeige" schaltete Marlboro (Agentur: Michael Conrad & Leo Burnett, Frankfurt). Für das "Anzeigenmotiv des Jahres" zeichnet die Hamburger Agentur Springer & Jacoby für Worldvision verantwortlich. Beim zum zweiten Mal ausgetragenen Wettbewerb Lead-Fotografie wurde der russsische Fotograf Walerij Schtschekoldin für sein Porträt einer psychiatrischen Patientin in der Kategorie "Stilles Bild des Jahres" ausgezeichnet. "Fotoessay des Jahres" ist die Sequenz "Südsudan" von Hans-Jürgen Burkard. Beide Arbeiten wurden im "Stern" veröffentlicht.

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