Ruzicka geht in Revision

Donnerstag, 05. November 2009
Aleksander Ruzicka
Aleksander Ruzicka

Fünf Monate nach der Urteilsverkündung im Ruzicka-Prozess ist jetzt klar: Aleksander Ruzicka geht in die Revision. Grundlage ist das 253 Seiten lange schriftliche Urteil, das dem ehemaligen Aegis-Manager und seinem Strafverteidiger Marcus Traut vergangene Woche zugestellt wurde. Darin begründet der vorsitzende Richter Jürgen Bonk, warum die 6. Strafkammer des Wiesbadener Landgerichts Ruzicka im Mai zu elf Jahren und drei Monaten verurteilt hat.

Obschon Ruzicka bis zum Schluss seine Unschuld beteuerte, gelang es ihm während der vorangegangenen 64 Verhandlungstage nicht, die Kammer davon zu überzeugen. Im Gegenteil: das Gericht sah es als erwiesen an, dass Ruzicka mehr als 33 Millionen Euro bei seinem früheren Arbeitgeber, der Wiesbadener Mediaagentur-Gruppe Aegis Media, veruntreut hat.

Schon wenige Tage nach dem Urteilsspruch kündigte Ruzickas Strafverteidiger Traut an, dass sein Mandant in Revision gehen wolle. Grundlage dafür ist das schriftliche Urteil, das nun fünf Monate nach Verkündung vorliegt.

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Bis Ende November hat Anwalt Traut nun Zeit, die Revisionsbegründung zu verfassen, über die der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe zu entscheiden hat. Möglicher Weise wird Strafverteidiger Traut in dem Revisiosnverfahren von Gunter Widmaier unterstützt. Der Karlsruher Anwalt gilt als einer der prominentesten Revisionsexperten dieser Republik, der in Juristenkreisen einen sehr guten Ruf genießt. Dass Widmaier tatsächlich das Mandat von Ruzicka übernommen hat, konnte bislang nicht bestätigt werden. ejej
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