Ruzicka-Prozess: Nichts Neues in Wiesbaden

Montag, 16. Februar 2009
Aleksander Ruzicka und sein Verteidiger Marcus Traut
Aleksander Ruzicka und sein Verteidiger Marcus Traut

Der heutige Verhandlungstag beim Untreueprozess gegen die Ex-Aegis-Manager Aleksander Ruzicka und David Linn hat keine neuen Erkenntnisse gebracht. Nach nur 30 Minuten war die Sitzung schon wieder vorbei. Der Vorsitzende Richter Jürgen Bonk erklärte, dass er eine erneute Vernehmung der Kriminalbeamtin, die die Festplatte von Ruzickas Computer ausgewertet hatte, für verzichtbar hält. Die Staatsanwalt hatte die nochmalige Befragung der Beamtin angeregt. Außerdem teilte Richter Bonk mit, dass Aegis Media die für die Agenturgruppe tätigen Rechtsanwälte Johann-Christoph Gaedertz und Eckhard Hild nicht von ihrer anwaltlichen Schweigepflicht entbindet. Die Verteidigung von Ruzicka hatte beantragt, beide Anwälte in den Zeugenstand zu rufen.

Im weiteren Verlauf der kurzen Verhandlung wurde dann der im April 2008 erlassene Strafbefehl gegen Manuela R. verlesen. Dies hatte die Staatsanwaltschaft beantragt. R., eine frühere hochrangige Mitarbeiterin der Einkaufsabteilung von Aegis, war wegen Beihilfe zu schwerer Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und einer Geldbuße von 10.000 Euro verurteilt worden.

Der Ruzicka-Prozess wird am Mittwoch, den 25. Februar fortgesetzt. Dann will die Verteidigung des Hauptangeklagten mehrere neue Beweisanträge stellen. mam
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