Ruzicka-Prozess: Kunden sagen zu Freispots aus

Mittwoch, 28. Mai 2008
Verteidiger Marcus Traut (l.) und Aleksander Ruzicka
Verteidiger Marcus Traut (l.) und Aleksander Ruzicka

Im Untreue-Verfahren gegen die ehemaligen Aegis-Manager Aleksander Ruzicka und David Linn vor dem Wiesbadener Landgericht ging es heute erneut um den Umgang mit Freispots. Am Vormittag wurden Vertreter der Unternehmen Pit Stop, Egmont-Ehapa und Deutsche Chefaro befragt. Der Kammer ging es dabei im Wesentlichen um die Frage, ob und in welcher Form die Firma Emerson FF in Geschäfte der Kunden mit Aegis Media beziehungsweise deren Töchter Carat und HMS eingebunden war. Dabei kamen keine neuen Erkenntnisse zutage.

Keinen neuen Stand gibt es auch in Sachen Beschwerde gegen die Ablehnung der Kammer, Ruzicka aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Der entsprechende Antrag von Ruzickas Verteidiger Marcus Traut liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, die sich dazu erklären muss. Danach muss die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Stellung nehmen, bevor der Antrag dann ans Oberlandesgericht Frankfurt weitergeleitet wird, das über die Beschwerde entscheiden muss. Wann das geschieht, ist offen.

Klar ist dagegen, wie es zeitlich im Prozess gegen Ruzicka und Linn weitergeht. Der nächste Verhandlungstag findet am 2. Juni statt. Die Verhandlungstage am 3. Juni und am 9. Juni entfallen, dafür kommen der 25. Juni und der 27. Juni neu ins Programm.
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