Ruzicka-Prozess: Andreas Bölte sagt erst im März aus

Dienstag, 05. Februar 2008
Soll zur anonymen Strafanzeige gegen Ruzicka aussagen: Andreas Bölte
Soll zur anonymen Strafanzeige gegen Ruzicka aussagen: Andreas Bölte

In dem Untreueverfahren gegen die beiden ehemaligen Aegis-Manager Aleksander Ruzicka und David Linn wird Andreas Bölte morgen nun doch keine Aussage machen. Der amtierende CEO der Wiesbadener Mediaagenturgruppe Aegis Media wurde vergangene Woche kurzfristig von dem vorsitzenden Richter Jürgen Bonk in den Zeugenstand geladen, da die ursprünglich für den morgigen Prozesstag anberaumte Befragung einer ehemaligen Aegis-Mitarbeiterin verschoben werden musste. So lange gegen diese Zeugin noch ermittelt wird, will sie von ihrem Recht auf Zeugnisverweigerung Gebrauch machen.

Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft hat auch gegen den aktuellen Aegis-Chef Bölte Ermittlungen eingeleitet. Mit dem Richter hat sich Bölte jetzt auf einen Termin Mitte März geeinigt. Dann soll er dazu Stellung nehmen, wie es zu der anonymen Strafanzeige gegen Ruzicka Mitte 2005 gekommen ist und wie die Organisationsstruktur bei Aegis Media aussieht.

Der morgige Prozesstag entfällt. Deshalb wird es morgen auch noch keine Entscheidung über den Aussetzungsantrag der Verteidigung geben. Ob der Prozess fortgesetzt oder wie von Ruzickas und Linns Anwälten gefordert auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird, will die Kammer beim nächsten Verhandlungstermin am 13. Februar entscheiden.
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