Ruzicka-Affäre weitet sich wieder aus

Freitag, 15. Juni 2007

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat die Ermittlungen gegen den Chef der Agenturgruppe Zoffel Steiger (früher: Zoffel Hoff Partner) Reinhard Zoffel wieder aufgenommen. Dabei geht es um den Vorwurf der Beihilfe zur Untreue. Laut "Süddeutscher Zeitung" prüfen die Ermittler Honorarzahlungen der Wiesbadener Agentur an den inhaftierten Ex-Aegis-Chef Aleksander Ruzicka, die dieser für Beratungstätigkeiten erhalten haben soll. Die Honorare, angeblich mehrere Millionen Euro, sollen laut "SZ" aber nicht an Ruzicka direkt, sondern an die Firmen Camaco und Life 2 Solutions geflossen sein. Über diese Firmen sollen auch die umstrittenen Mediageschäfte mit Freispots zulasten von Ruzickas Ex-Arbeitgeber Aegis abgewickelt worden sein.

Die Zahlungen von Zoffel Hoff an Ruzicka fallen in einen Zeitraum, als der heutige hessische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Volker Hoff noch Mitinhaber der Agentur war. Gegnüber der "SZ" betont er, dass er sich "nichts zuschulden kommen lassen" habe. Nach Bekanntwerden der Affäre im September 2006 hatte die Staatsanwaltschaft auch Hoff als Beschuldigten geführt, die Ermittlungen aber mangels Tatverdacht wieder eingestellt. Die jetzige Wiederaufnahme der Ermittlungen betrifft nicht Hoff, sondern Zoffel. mam

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