Ruzicka-Affäre: Weltweites Firmengeflecht im Visier

Donnerstag, 21. Juni 2007
Unter Beschuss: Aleksander Ruzicka
Unter Beschuss: Aleksander Ruzicka

Die Ermittlungen der Wiesbadener Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen CEO von Aeigs Media Aleksander Ruzicka weiten sich aus. Mittlerweile nehmen die Fahnder ein Firmengeflecht unter die Lupe, das sich laut Sprecher Hartmut Ferse weltweit erstreckt "und eine Anzahl in zweistelligen Bereich umfasst". Bekannt sind bislang nur die Namen der beiden Wiesbadener Scheinfirmen Camaco und Watson sowie seit kurzem von Life 2 Solutions, die dem ehemalige Aeigs-CEO Aleksander Ruzicka angeblich alleine gehört.

Auf der Beschuldigtenliste stehen laut Ferse mindestens 13 Personen, gegen die die Staatsanwaltschaft zum Teil ohne deren Wissen ermittele. Zudem wird wieder gegen Reinhard Zoffel, Chef der Wiesbadener Zoffel Steiger Gruppe, ermittelt. Das gelte jedoch nicht für dessen einstigen Agenturpartner, den heutigen hessischen Minsiter für Bundes- und Europaangelegenheiten Volker Hoff.

Mit der Anklageschrift ist in den kommenden Wochen zu rechnen. Ob Ruzicka bis zu Prozessbeginn in Untersuchungshaft bleiben muss, wird noch diese Woche von dem Frankfurter Oberlandesgericht entschieden. ejej

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 25/07, die am Donnerstag, 21. Juni erscheint.

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