Rüge für S&F-Geschäftsführer Sebastian Turner

Freitag, 12. Januar 2001

Wegen der Etatkündigung der Deutschen Telekom wurde Sebastian Turner, Geschäftsführer bei Scholz & Friends, jetzt intern eine Rüge erteilt. Wie Peter M. Schöning, CEO und Chairman der Agentur, betonte, werde Turner jedoch bei Scholz & Friends bleiben. Zu mehr wollte sich Schöning nicht äußern: "Bei diesem Statement möchte ich es im Moment belassen." Die Frage, ob sich die "Telekom-Panne" auf die Funktion Turners innerhalb der Gruppe auswirken werde, wollte Schöning nicht beantworten.

Wie HORIZONT bereits am 9. Januar berichtete, hatte die Deutsche Telekom Knall auf Fall ihrer Stammagentur fristlos gekündigt, nachdem bekannt wurde, dass sich die mutmaßliche S&F-Tochter Nova am Pitch um den Genion-Etat von Konkurrent Viag-Interkom beteiligt hat. Erst heute beendete Scholz & Friends sein Schweigen in dieser Angelegenheit und wandte sich mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit. Darin versichert das Unternehmen, dass es niemals Maßnahmen seitens der Gruppe gegeben habe, an der laufenden Wettbewerbs-Präsentation um den Viag-Etat teilzunehmen. Vielmehr werde zutiefst bedauert, "dass es in diesem Zusammenhang zu Unklarheiten in der Abgrenzung von Mitarbeitern von Scholz & Friends Berlin zu einer anderen Agentur gekommen ist". Unklar bleibt allerdings weiterhin die Rolle der beteiligten Agentur Nova: "Das ist eine eigene Agentur und hat nichts mit Scholz & Friends zu tun", betont Schöning.

In Bezug auf den Bruch mit der Telekom scheint möglicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen zu sein. Vonseiten des Konzerns sei der Schlussstrich recht eindeutig gewesen, räumt Schöning ein. Dennoch wolle sich die Agentur bemühen, das Vertrauen ihres Kunden zurückzugewinnen. Wie es dann weitergeht, müsse abgewartet werden, so Schöning.
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