Rüffel vom PR-Rat für Agentur Flaskamp

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Die Berliner Agentur Flaskamp ist öffentlich vom Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) gerügt worden. Das Gremium vertritt die Auffassung, dass die Agentur dem "Kölner Stadtanzeiger" eine Gegenfinanzierung von redaktionellen Berichten über eine Kampagne des Bundeswirtschaftsministeriums durch Anzeigen dieses Ministeriums und einer IHK angeboten hatte. Flaskamp akzeptiert die Rüge, beteuert aber, dass keine unlauteren Motive im Spiel gewesen seien. "Es war zu einem Zeitpunkt unsere Absicht, eine redaktionelle Berichterstattung durch Anzeigenvergabe zu erwirken", erklärt Vorstandschef Antonius Flaskamp. Dennoch habe man umgehend mit verschiedenen Maßnahmen reagiert, um solche Situationen für die Zukunft auszuschließen. So sei ein Wirtschaftsprüfer eingesetzt worden, der in einer Sonderprüfung die Vorkehrungen zur Trennung von Werbung und Redaktion analysierte. Die sich daraus ergeben Empfehlungen seien zeitnah umgesetzt worden.

Ebenfalls gerügt wurde der Berliner Politikberater Jan Burdinski. Er hatte laut DRPR eine allem Anschein nach virtuelle "Koalition Pro-Patienteninformation" promotet, die für die Freigabe werblicher Produktinformationen für Patienten durch die Pharmaindustrie eintrat. Die von Burdinski angegebene Patientenverbände haben laut DRPR eine Teilnahme abgestritten. mam

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