Reinhard Springer: "Ich bin erleichtert, weil das Siechtum ein Ende hat"

Donnerstag, 15. April 2010
Reinhard Springer spricht erstmals über das Aus der einstigen Kultagentur (Foto: Holde Schneider)
Reinhard Springer spricht erstmals über das Aus der einstigen Kultagentur (Foto: Holde Schneider)

Im Exklusiv-Interview mit HORIZONT spricht der Gründer von Springer & Jacoby Reinhard Springer erstmals öffentlich über die Insolvenz der einstigen Kaderschmiede. Er sei emotional erleichtert, weil das Siechtum ein Ende hat, sagt der Schöpfer der Kultagentur, die über viele Jahre hinweg eine magische Anziehungskraft auf Top-Kreative hatte. Auf die Frage, ob die Marke noch zu retten sei, falls sich ein potenzieller Käufer für die Namensrechte findet, erklärt er: "Nur dann, wenn derjenige ganz genau weiß, was er damit machen will, und sich überlegt, ob er das unterfüttern kann." Grundsätzlich würden noch eine ganze Menge Reserven in dem Namen stecken. Für ihn käme ein Zurückkauf seines Lebenswerkes aber nicht infrage: "Uns hat immer schon Konsequenz ausgezeichnet. Abgeben heißt abgeben. Das Kapitel ist zu Ende. Abgesehen davon ist S&J in der Form, wie sie bei mir Herzklopfen ausgelöst hat, für mich nicht wiederholbar."

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In diesem Kontext verweist Springer auf die in den 80er und 90er Jahren so besondere Konstellation aus hungrigen und fähigen jungen Talenten im Maschinenraum - allen voran Konstantin Jacoby. "Diese Kombination aus Enterainment und Lernen war einzigartig! Es war alles so spielerisch wie eine Robinson-Club-Veranstaltung."

Für Lutz Schaffhausen, den letzten Geschäftsführer von S&J, der vergangene Woche Insolvenz beantragen musste, findet Springer wenig schmeichelhafte Worte: "Da er augenscheinlich ein ganz anderes Geschäft betreibt, frage ich mich, woher er die Lizenz hätte haben sollen, eine Starfirma zu führen? Einen Autostall mit Rennautos zu betreiben ist doch etwas anderes als ein Gartencenter mit Rasenmähern." bu

Printabonnenten lesen das vollständige Interview mit Reinhard Springer in der HORIZONT-Ausgabe 15/2010, die am 15. April erscheint.
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