Recma: MEC erhält erneut Bestnoten

Donnerstag, 14. Februar 2013
MEC-Boss Matthias Brüll rollt das Feld von hinten auf
MEC-Boss Matthias Brüll rollt das Feld von hinten auf

Zum dritten Mal in Folge verleiht das Pariser Recma-Institut der Düsseldorfer Mediaagentur MEC Bestnoten. In dem aktuellen Report "Network Diagnostics" bescheinigen die Recma-Rechercheure der Agentur ein "dominantes" Agenturprofil und für 2012 eine "erfolgreiche" Pitch-Bilanz. Nur die Schwesteragentur Mediacom aus der Group M erhielt die gleiche Bewertung, erreichte in der Endabrechnung aber weniger Punkte als MEC. Bei dem Diagnose-Report handelt es sich um eine rein qualitative Bewertung der Medianetworks, die Recma in 46 Ländern vorgenommen hat. Sie basiert auf Kategorien wie der Wettbewerbsfähigkeit in Pitches (Compitches), das Kundenportfolio und den Spezialdienstleistungen der Agentur.

Die Top 5 Mediaagenturen des deutschen Marktes

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Das Chart als pdf-Download finden Sie hier: HORX007X006#_recma_online.pdf

Insbesondere die Diagnose des deutschen Markts lässt aufhorchen, denn hier liegt mit MEC eine Mediaagentur auf dem ersten Platz, die in den vergangenen Jahren völlig unauffällig das Feld von hinten aufgerollt hat. "In der Tat war es wieder ein gutes Jahr für MEC", sagt CEO Matthias Brüll, der die Agenturführung vor zwei Jahren von Birgit Konrad übernommen hat. Seitdem hat er MEC umgekrempelt und zur zweitstärksten Kraft in der Group M ausgebaut.

In wie weit sich das in dem kommenden Billing-Ranking für 2012 schon niederschlagen wird, wird sich im Sommer zeigen, wenn Recma die Umsätze der Mediaagenturen veröffentlicht. Im aktuellen weltweiten qualitativen Vergleich führt das Omnicom-Netzwerk OMD das Ranking an. In der EMEA-Region hat wiederum MEC die Nase vorn.

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Die vollständige Analyse des Diagnose-Reports, das Chart mit den Top 16 im deutschen Markt sowie das Chart weltweit und EMEA finden Sie in der HORIZONT-Ausgabe 7/2013 vom 14. Februar.

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Nahezu zeitgleich mit dem Billing-Recma erscheint im Juli bereits der nächste Diagnostics-Report von Recma, der dann auch die Kundenloyalität, die Einkaufsstrukturen und die gewonnenen Awards der Mediaagenturen berücksichtigen wird. Mediacom-Geschäftsführer Oliver Blecken beobachtet diese Neuerung mit Skepsis. Er befürchtet, dass bei den Mediaagenturen das gleiche passieren wird wie bei den Kreativagenturen. Auch sie könnten dann separate Award-Budgets einrichten, um möglichst viele Bewerbungen einreichen und entsprechend mehr Auszeichnungen abräumen zu können. Zu welchen Unsitten das führen kann, haben die Werbeagenturen eindrücklich bewiesen. ejej
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