Ranking: Markenfilm bleibt klare Nummer 1 der Werbefilmproduktionen

Freitag, 24. Juni 2011
Markenfilm-Chef Florian Beisert und Johannes Bittel (rechts)
Markenfilm-Chef Florian Beisert und Johannes Bittel (rechts)

Die deutschen Werbefilmproduktionen sind guter Stimmung. 2010 verlief für die meisten positiv. Insgesamt konnten die Top 30 ein Umsatzwachstum von 8,6 Prozent erzielen. Branchenprimus Markenfilm liegt mit einem Gesamtumsatz von 52,2 Millionen Euro wieder mit großem Abstand an der Spitze. Allerdings konnte die Nummer 1 nur ein vergleichsweise bescheidenes Wachstum von 1,2 Prozent verzeichnen. Markenfilm-Geschäftsführer Florian Beisert hat dafür eine Erklärung parat: Der Nachholbedarf bei seiner Gruppe sei nicht allzu hoch gewesen. Das Krisenjahr 2009 habe Markenfilm sehr gut überstanden, und 2010 ging es in ähnlichem Tempo weiter. Neben dem Kerngeschäft TV-Spots deckt die Gruppe weitere Bereiche ab, beispielsweise Online- und Branded-Entertainment-Formate, audiovisuelle Produktionen für Museen, Messen und Events, Image- und PR-Filme sowie die Postproduktion.

Die Top 10 Werbefilmproduktionen in Deutschland

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Diese Bandbreite war jahrelang ein Alleinstellungsmerkmal von Markenfilm. Inzwischen geht auch bei der Konkurrenz der Trend zur 360-Grad-Produktion. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, stellt sich breiter auf, holt sich Spezialisten ins Haus oder kooperiert mit Dienstleistern aus anderen Bereichen. Dabei gilt diese Entwicklung nicht nur für größere Unternehmen wie Tempomedia, Embassy of Dreams, E+P, Big Fish und Bakery, sondern auch für Firmen mit Boutique-Charakter wie Trigger Happy Productions, BLM und Schokolade.

Erstmals die 30-Millionen-Euro-Hürde hat Tempomedia mit ihrem diversifizierten Angebot geknackt und landet damit auf Rang 3. Mood & Motion bleibt auf Platz 2 – allerdings sind bei der börsennotierten Holding auch Auslandstöchter in den Umsatzzahlen berücksichtigt. Aus deutscher Sicht dürfte Tempomedia also inzwischen die Nummer 2 sein.

Firmenchef Ralf Schipper will die gesamte Bandbreite an Produktionsleistungen aus einer Hand anbieten. Dafür brauche man mehr Inhouse-Spezialisten, die Stammcrews müssten größer werden, so Schipper. Dagegen spricht allerdings die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen der Top 30 im vergangenen Jahr: minus 3,8 Prozent gegenüber 2009. bu

Das vollständige Ranking finden Sie in HORIZONT-Ausgabe 25/2011 vom 24. Juni.
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