RECMA-Ranking: OMD bleibt größtes Medianetzwerk der Welt

Freitag, 16. Juli 2010
Die Group M bleibt die Nummer 1
Die Group M bleibt die Nummer 1

Die Group M der Londoner WPP-Holding dominiert weiterhin das globale Mediageschäft. Das geht aus dem neuen RECMA-Ranking hervor, für das das unabhängige Pariser Institut die Mediabillings und Etatverschiebungen in 2009 gesammelt und mit den Brutto-Spendings von Nielsen Media Research abgeglichen hat. Ihr aktueller Report für das Superpitch-Jahr 2009 weist erneut die Group M als größtes Mediaholding der Welt aus. Mit einem Billingvolumen von 73,47 Milliarden Euro dominiert die Group M weiterhin mit großem Abstand das internationale Mediageschehen. Im Vergleich zum Jahr 2008 musste aber auch die Supermacht einen leichten Rückgang bei den Billings in Höhe von minus 1,6 Prozent hinnehmen. In der Group M konsolidiert die Londoner Agenturholding WPP ihre vier Agenturmarken Maxus, Mediacom, Mediaedge CIA und Mindshare.

Das größte Einzelnetwork der Welt aber gehört mit OMD der New Yorker Omnicom-Holding. Im vergangenen Jahr erreichte OMD ein Billingvolumen in Höhe von 27,751 Milliarden Dollar und konnte damit das betreute Etatvolumen trotz Krisenjahr sogar um 0,1 Prozent steigern. Dicht hinter OMD folgt die Starcom Media Vest-Gruppe (SMG) auf dem zweiten Platz im internationalen Recma-Ranking der Einzelagenturen. SMG erzielte 2009 ein Billingvolumen von 27,470 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem leichten Rückgang von minus 2,2 Prozent.

Auf dem dritten Platz folgt das erste Netzwerk der Group M - und das ist Mindshare. Die WPP-Tochter betreute im vergangenen Jahr ein weltweite Billings in Höhe von 24,740 Milliarden Dollar. Im Vorjahresvergleich bedeutet das für Mindshare einen Verlust von minus 0,8 Prozent.

Trotz des schwierigen Umfelds, das die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht hatten, scheinen die Mediaholdings und ihre Networks mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Entgegen anders lautenden Befürchtungen sanken die globalen Mediabillings nur um 1,7 Prozent und erreichten ein Gesamtvolumen von 224,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr 2008 waren es noch 228,8 Milliarden Euro. Allerdings darf bei diesen Zahlen nicht vergessen werden, dass es sich hierbei um die Brutto-Spendings handelt, die die realen Netto-Werbemärkte nicht vollständig abbilden. ejej

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