Publicis wächst - und verzichtet auf konkrete Prognose für 2012

Donnerstag, 09. Februar 2012
Publicis-Chef Maurice Lévy
Publicis-Chef Maurice Lévy

Der französische Werbekonzern Publicis blickt vergleichsweise vorsichtig auf das Jahr 2012. In der Mitteilung zur Jahresbilanz 2011 verzichtet CEO Maurice Lévy auf eine konkrete Prognose für die Geschäftsentwicklung. Stattdessen belässt er es bei einer unverbindlichen Andeutung. "Obwohl wir insgesamt sehr vorsichtig bleiben, sollten wir in der Lage sein ein starkes, nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen", heißt es in der offiziellen Stellungnahme von Lévy. Die Börse reagierte mit einem leichten Kursabschlag auf die Meldung. Die Bilanz für 2011 weist ein organisches Wachstum von 5,7 Prozent aus. Damit konnte die weltweit drittgrößte Werbeholding den Umsatz auf 5,82 Milliarden Euro steigern. Die Marge liegt bei 16 Prozent. Das stärkste Wachstum erzielte die Gruppe, zu der Agenturen wie Publicis Worldwide, Leo Burnett, Saatchi & Saatchi sowie Razorfish und die Mediaagenturgruppen Starcom und Zenith Optimedia gehören, in Lateinamerika. Hier kletterte der Umsatz um 8,8 Prozent auf in absoluten Zahlen allerdings relativ bescheidene 374 Millionen Euro.

Den größten Teil ihres Geschäfts erzielt die Holding nach wie vor in Nordamerika. Dort erhöhte sich der Umsatz um 5,9 Prozent auf 2,71 Milliarden Euro. In Europa sorgt die Steigerungsrate von 4,8 Prozent für einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro. Das digitale Geschäft trägt mit etwas mehr als 30 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das ist in etwa genauso viel wie der Anteil der klassischen Werbung. Das Mediageschäft steht für rund 20 Prozent der Umsätze. Den Rest erwirtschaftet die Gruppe mit Dienstleistungen im Bereich Marketing Services.

Seit Beginn des Jahres 2012 hat Publicis bereits zwei Akquisitionen durchgeführt - eine in Frankreich und eine in Russland. In beiden Fällen wurden Digitalagenturen erworben. Auch in Deutschland ist ein Zukauf in diesem Bereich geplant. So hatte Publicis zuletzt angekündigt, die deutsche Digitalagentur Pixelpark komplett übernehmen zu wollen. Die Angebotsphase soll Mitte Februar starten. mam     
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