Publicis startet Digital-Agentur P-Mod

Montag, 14. Juli 2008
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Die Agentur Publicis Deutschland bündelt ihr digitales Kommunikationsangebot in der neu geschaffenen Multichannel-Agentur P-Mod. Diese setzt sich aus der Düsseldorfer Publicis- Tochter BMZ + More und den Interactive-Kompetenzen an den deutschen Publicis-Standorten zusammen. Das heißt: Die Düsseldorfer Agentur BMZ + More firmiert künftig unter dem Namen P-Mod. Die einzelnen Digitalexperten der Publicis-Niederlassungen bleiben voraussichtlich an ihren Standorten. Insgesamt gehören 160 Mitarbeiter der neuen Agentur an, die im August ihr operatives Geschäft aufnimmt.

P-Mod wird Teil des internationalen Digitalnetzwerks Publicis Modem. Hauptstandorte sind Düsseldorf und Erlangen/München. In Düsseldorf liegt der Schwerpunkt auf Multichannel-Kommunikation, während sich Erlangen und München auf die B-to-B-Kommunikation konzentrieren wird – ganz im Sinne der Neupositionierung der Niederlassungen, die seit Mai die Publicis-Kapazitäten im Business-to-Business-Bereich bündeln und folglich in Publicis Pro – The BtB Group umbenannt wurden.

CEO von P-Mod ist Jochen Karrer, bislang CEO von BMZ + More. Er wird unterstützt von den ehemaligen BMZ-Kollegen Stephan Zilges als Chief Creative Officer, Hans-Dieter Hoever (Chief Operating Officer), Detlef Happel (Chief Strategy Officer) und Roland Rudolf (CCO Interactive). Der neue Chief Networking Officer, Sven Massanneck, leitet parallel weiterhin die Interactive-Unit von Publicis Pro.

Einzig COO Interactive José Luis Carretero López hat keine Publicis-Vergangenheit. Er war zuletzt Geschäftsführer des Stadtmagazins „Prinz“ und dessen Digitalableger. Davor war er Geschäftsführer bei der Agentur Springer & Jacoby und dessen Interactive-Tochter. Weitere Berufsstationen waren die IT-Dienstleister EDS und World of Internet sowie die Agenturen Pixelpark und Jung von Matt. Der 44-Jährige wird von Hamburg aus agieren. Alle anderen Mitglieder des Management-Teams arbeiten – mit Ausnahme von Massanneck – weiterhin in Düsseldorf. P-Mod ist die Abkürzung des ursprünglich angedachten Firmennamens Publicis Modem. Dieser konnte nicht genutzt werden, da sich der Berliner Musiker Fabian Lenz  die Agenturmarke Modem in allen Wortkombinationen gesichert hatte. Nach reiflicher Überlegung entschied sich Publicis gegen einen Rechtsstreit. „Bevor wir viel Geld für Rechte ausgeben, investieren wir besser in gute Leute und suchen einen originellen Namen, der zu uns passt“, erklärt Karrer.
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