Publicis erwartet Trendwende Mitte 2010 / Online-Umsätze übersteigen 25 Prozent

Mittwoch, 28. Oktober 2009
Publicis-Chef Maurice Levy
Publicis-Chef Maurice Levy

Der französische Werbekonzern Publicis hat dank anziehender Aufträge im 3. Quartal passable Zahlen vorgelegt. Für die Zeit von Januar bis Ende September 2009 weist das Unternehmen einen konsolidierten Umsatz in Höhe von knapp 3,3 Milliarden Euro aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das zwar ein Minus von 2,3 Prozent. Allerdings musste man vor einigen Monaten noch Schlimmeres befürchten. Insbesondere im 2. Quartal waren die Erlöse der Gruppe wegen der weltweiten Werbekrise massiv eingebrochen.

Trotz erster positiver Anzeichen im 3. Quartal, in dem Publicis etwas mehr als eine Milliarde Euro umsetzte, erwartet Publicis-Chef Maurice Levy einen echten Aufschwung nicht kurzfristig, weshalb auch die Sparmaßnahmen bei dem Konzern weitergehen sollen. "Der Werbemarkt erlebt eine Erholung, die langsam vonstatten gehen wird", so Levy. "Die ersten positiven Zahlen sollten im 2. Halbjahr 2010 erreicht werden."

Impulse für die eigene Agenturgruppe erwartet der Manager vor allem aus dem Digitalgeschäft. Laut Levy will Publicis unter anderem dank der Übernahme von Razorfish im kommenden Jahr mehr als 25 Prozent der Gesamtumsätze im Internet erzielen. Ziel sei es, im kommenden Jahr stärker zu wachsen als der Markt. mas
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