Publicis enttäuscht Analysten

Donnerstag, 21. Juli 2011
Publicis-Chef Maurice Lévy
Publicis-Chef Maurice Lévy

Der französische Werbekonzern Publicis hat die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Nachdem die Holding, zu der Agenturnetzwerke wie Publicis Worldwide, Saatchi & Saatchi und Leo Burnett sowie die Mediaableger Zenith Optimedia und Starcom Mediavest gehören, heute morgen ihre Halbjahreszahlen präsentiert hat, stufte die Investmentbank Liberum Capital Publicis-Aktien von "Kaufen" auf "Halten" zurück. An der Börse büßten die Papiere 3 Prozent ihres Wertes ein. Offenbar blieb vor allem die Gewinnentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Die operative Marge sank um 1,4 Prozent. Das Vorsteuerergebnis liegt mit 321 Millionen Euro rund 3 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Umsatz konnte um 6,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Erhöht haben sich im 1. Halbjahr vor allem die Aufwendungen für Personal und Akquisitionen. So hat die Holding unter anderem in Großbritannien, China, Brasilien und den USA zugekauft, nicht zuletzt im digitalen Bereich.

Am stärksten gewachsen ist Publicis in Europa. Hier liegt das Plus bei 9,7 Prozent. Ausdrücklich erwähnt wird in der Bilanz die Umsatzsteigerung von mehr als 10 Prozent in Deutschland. Der deutsche Publicis-CEO Steven Althaus hatte zuletzt für den hiesigen Markt eine nennenswerte Akquisition in Aussicht gestellt. Diese ist aber offenbar noch nicht zustande gekommen. Auch Holdingchef Maurice Lévy kündigt weitere Verstärkungen an: "Um unsere profitable Entwicklung zu beschleunigen, müssen wir weiter investieren, insbesondere nach zwei Jahren mit Gehalts- und Einstellungsstopp." mam      
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