Publicis dementiert Berichte über Kaufinteresse an Interpublic

Mittwoch, 08. August 2012
Maurice Lévy weist Spekulationen um Interpublic-Deal zurück
Maurice Lévy weist Spekulationen um Interpublic-Deal zurück

Die französische Werbeholding Publicis hat einen Bericht des Blogs FT.com Alphaville zurückgewiesen, demzufolge das Unternehmen die Übernahme des Wettbewerbers Interpublic vorbereitet. "Wir haben keine Gespräche mit Interpublic geführt und auch keine Bank beauftragt, solche Gespräche aufzunehmen", teilt Publicis in einer Presseerklärung mit. FT.com Alphaville hatte mit Verweis auf "für gewöhnlich gut unterrichtete Quellen" berichtet, dass Publicis den Deal seit rund einem halben Jahr vorbereite und bereit sei, 15 US-Dollar pro Interpublic-Aktie zu bezahlen. Das würde einen Kaufpreis von mindestens 6 Miliarden Dollar ergeben. Der Wert der Interpublic-Papiere, der vor dem Bericht unter 10 Dollar lag, zog daraufhin um über 13 Prozent an. Nach einer Übernahme der US-Gruppe durch Publicis würde der zweitgrößte Werbekonzern der Welt entstehen - hinter Marktführer WPP und vor Omnicom.

Zu Interpublic gehören Agenturmarken wie McCann und Draft FCB sowie die Mediaagenturen Initative und Universal McCann. Zu Publicis wiederum zählen Anbieter wie die gleichnamige Agenturgruppe, Saatchi & Saatchi, Leo Burnett, Starcom Mediavest und Zenith Optimedia.

Beobachter gehen davon aus, dass die Gerüchte in Zusammenhang mit einem möglicherweise demnächst bevorstehenden Wechsel auf dem Chefsessel von Publicis zu tun haben könnten. Schon länger wird spekuliert, dass der langjährige Konzernchef Maurice Lévy die operative Führung in absehbarer Zeit an einen Nachfolger abgeben könnte - und seine Ära mit einem großen Deal krönen will. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten. Lévys Vertrag wurde Ende 2011 allerdings noch einmal um vier weitere Jahre verlängert. mam
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