Publicis-Geschäft in Europa bricht ein

Montag, 15. April 2013
Publicis-Chef Maurice Lévy (Foto: Publicis)
Publicis-Chef Maurice Lévy (Foto: Publicis)

Die französische Publicis-Holding bekommt die schwierige Lage in Europa zu spüren. Und anders als zuletzt, als sich einige Märkte in dieser Region noch einigermaßen stabil halten konnten, brechen jetzt auch die Geschäfte in Deutschland, Großbritannien und Frankreich ein. Im 1. Quartal 2013 verzeichnet die Publicis-Gruppe, zu der neben dem gleichnamigen Network auch die Agenturen Leo Burnett und Saatchi & Saatchi sowie der Media- und Digitalagenturverbund Vivaki gehören, in Europa einen Umsatzrückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den ersten drei Monaten 2012 war der Umsatz in Europa noch um 3,6 Prozent gestiegen. Am härtesten trifft es Länder wie Italien und Spanien mit einem Umsatzrückgang von mehr als 13 Prozent. Aber auch in Frankreich liegt das Minus im zweistelligen Bereich (11,3 Prozent). Selbst in Großbritannien und Deutschland, die sich lange gut behaupten konnten, verliert Publicis 6 beziehungsweise fast 5 Prozent der Umsätze. Weltweit ergibt sich ein organisches Wachstum von 1,3 Prozent auf insgesamt 1,56 Milliarden Euro. Dazu tragen vor allem die gut laufenden Geschäfte in Nordamerika (plus 7 Prozent) und in Wachstumsmärkten wie Brasilien, Russland, Indien, China und Russland bei.

"Wie von mir vorhergesagt, ist 2013 ein schwieriger und kontrastreicher Jahrgang mit den USA auf der einen Seite, wo sich das Wachstum konsolidiert, und einem leidenden Europa auf der anderen Seite", sagt Konzernchef Maurice Lévy. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Holding mit dem Gesamtwachstum von 1,3 Prozent im 1. Quartal besser abgeschnitten hat als intern erwartet. mam
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