Publicis-Chef Lévy beschimpft WPP-Boss Martin Sorrell

Donnerstag, 09. August 2012
Keine guten Freunde: Maurice Lévy ...
Keine guten Freunde: Maurice Lévy ...

Die beiden in inniger Abneigung verbundenen Werbeholdingchefs Maurice Lévy (Publicis) und Martin Sorrell (WPP) lassen ihre Dauerfehde wiederaufleben. Auslöser sind die Gerüchte über ein Kaufinteresse von Publicis an US-Wettbewerber Interpublic, die seit Ende voriger Woche kursieren und von Lévy heftig dementiert wurden. Doch dieses Dementi stellte Sorrell infrage. Womöglich wollten die Franzosen nur negative Auswirkungen auf ihren Aktienkurs vermeiden, so der CEO von WPP. Nach dieser Äußerung platzte Lévy jetzt offenbar der Kragen. "Wie so oft, ist das, was Martin sagt, Müll", zitiert ihn das britische Marketingfachblatt Campaign. Sorrell reagiert gelassen - zumindest nach außen. "Die Reaktion von Maurice beantwortet nicht die entscheidende Frage: Hat er Gespräche mit Interpublic und Michael Roth (CEO von Interpublic, die Redaktion) geführt oder nicht?"

... und Martin Sorrell
... und Martin Sorrell
Sorrell und Lévy konkurrieren seit vielen Jahren, nicht zuletzt um den Kauf von Agenturen - auch in Deutschland. Im vorigen Jahr galt bereits ein Deal zwischen Publicis und Commarco (Scholz & Friends) als ausgemachte Sache, bis Sorrell und WPP das Ruder offenbar in letzte Sekunde herumreißen und den französischen Wettbewerber ausstechen konnten. hor 
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