Publicis-Chef Lévy: "Wir kommen stärker aus der Krise als wir hineingegangen sind"

Donnerstag, 29. Juli 2010
Maurice Lévy
Maurice Lévy

Noch traut sich Publicis-Chef Maurice Lévy nicht, das Ende der Krise auszurufen - aber fast. Die Werbebranche sei auf einem guten Weg und dabei, sich immer weiter zu erholen. Das sagte der CEO des französischen Werbekonzerns heute bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im Rahmen einer Videokonferenz vor Analysten und Journalisten. Publicis hat seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten um 5,3 Prozent auf 2,538 Milliarden Euro steigern können. Dabei fiel das Plus im 2. Quartal mit 7,1 Prozent sogar noch höher aus. Die Marge konnte um 1,5 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent gesteigert werden. Dazu hat unter anderem Neugeschäft im Wert von rund 1,6 Milliarden Euro beigetragen.

Lévy sieht seine Gruppe, zu der die Werbeagentur-Netzwerke Publicis, Leo Burnett und Saatchi & Saatchi sowie die Mediaagenturen Starcom Mediavest und Zenithoptimedia sowie die Digitalagenturen Digitas und Razorfish gehören, gut gerüstet für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. "Wir kommen stärker aus der Krise als wir hineingegangen sind", so der Konzernchef. Ziel bleibe, bei Umsatz und Ertrag stärker zu wachsen als der Markt.

Auch Wettbewerber Interpublic hat heute seine Halbjahreszahlen präsentiert. Die Gruppe mit Agenturen wie McCann und Draft FCB hat ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um 3,1 Prozent auf 2,96 Milliarden US-Dollar (2,27 Milliarden Euro) gesteigert. Auch hier fiel das Wachstum im 2. Quartal mit 8,5 Prozent stärker aus. Vor allem das US-Geschäft lief bei Interpublic wieder gut.

Wettbewerber Omnicom hatte bereits vorige Woche für das 1. Halbjahr 2010 ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar (4,58 Milliarden Euro) gemeldet. Zu dem US-Konzern gehöen Agenturen wie BBDO, DDB, TBWA und OMD. mam  
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