Publicis-Chef Lévy: "2012 war schwierig, unsicher und enttäuschend"

Donnerstag, 14. Februar 2013
Publicis-Chef Maurice Lévy
Publicis-Chef Maurice Lévy

Trotz positiver Geschäftszahlen seiner Gruppe blickt Publicis-Chef Maurice Lévy nur mit verhaltener Freude auf das vergangene Jahr zurück: "2012 sollte das Jahr der Erholung werden, aber es hat sich als schwierig, unsicher und enttäuschend in Bezug auf Wachstum und Beschäftigung herausgestellt, speziell in Europa", teilt der Holding-CEO bei der Vorlage der Bilanz mit. Der weltweite Werbemarkt sollte den Prognosen zufolge eigentlich um 4,7 Prozent wachsen, am Ende seien es weniger als 3 Prozent geworden. Vor allem die Impulse durch die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in London seien unter den Erwartungen geblieben, so Lévy. Dennoch zeigt er sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Gruppe und verweist darauf, dass Publicis ein Rekordjahr bei Umsatz und Marge erzielt hat.

Weltweit verzeichnete der Mutterkonzern von Networks wie Publicis, Saatchi & Saatchi, Leo Burnett und der Vivaki-Gruppe einen Umsatzanstieg von 2,9 Prozent auf 6,61 Milliarden Euro. Der Nettogewinn liegt bei 737 Millionen Euro. Am stärksten konnte Publicis in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, China, Indien) und den sogenannten MISSAT-Ländern (Mexiko, Indonesien, Singapur, Südafrika, Türkei) zulegen. Hier beträgt das Plus 10 Prozent. In Nordamerika kletterte der Umsatz um 3 Prozent. In Europa verlor Publicis 0,3 Prozent des Umsatzes. Allerdings erholte sich das Geschäft dort zuletzt ein wenig. Für das 4. Quartal 2012 weist Publicis in Europa ein Umsatzplus von 0,8 Prozent aus.

Auf eine konkrete Prognose für 2013 verzichtet der französische Werbekonzern. Allerdings geht CEO Lévy davon aus, dass dieses Jahr noch schwerer werden dürfte als das vergangene. Explizit verweist er dabei auf die Schwäche in Europa, wo es ganzen Industrien an Wettbewerbsfähigkeit fehle. Impulse erhofft sich Lévy dagegen aus den USA und den Ländern mit hohen Wachstumsraten. mam    
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