Procter & Gamble führt neues System der Agenturvergütung ein

Donnerstag, 16. September 1999

Das Unternehmen Procter & Gamble ändert wie bereits angekündigt zum 1. Juli 2000 sein Vergütungssystem für Werbeagenturen: Orientierte sich die Bezahlung der Agenturen bislang prozentual an den Media-Spendings, wird man in Zukunft der Ermittlung des Agenturhonorars die Gesamtumsätze der einzelnen Produktmarken zugrunde legen. "Unser oberstes Ziel ist stets die Steigerung des Gesamtumsatzes. Mit dem neuen Honorarmodell werden wir dies gemeinsam mit unseren Agenturpartnern jetzt noch besser erreichen", kommentiert Global Marketing Officer Bob Wehling von Procter & Gamble. Mit dem Vergütungsmodell reagiert man aus Erfahrungen der Vergangenheit: Aufgrund der höheren Ausgaben dominierten bislang klassische Print- und TV-Kampagnen die Mediapläne. Mit dem neuen System will man nun verstärkt das Engagement der Agenturen in Bereichen der neuen Medien und des Direktmarketings fördern. Die Agenturseite sieht den Wechsel optimistisch: "Endlich werden wir für unsere umsatzfördernden Ideen und nicht länger für unsere Mediaausgaben bezahlt", so Pat McGrath, Chairman und CEO von Jordan McGrath Case & Partner/Euro RSCG.
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