Positive Geschäftsentwicklung: Inhabergeführte Serviceplan-Gruppe trotzt der Krise

Donnerstag, 12. August 2010
Hauptgeschäftsführer Florian Haller bleibt auf Erfolgskurs
Hauptgeschäftsführer Florian Haller bleibt auf Erfolgskurs

In nahezu allen Geschäftsbereichen konnte die Münchner Agenturgruppe Serviceplan im Vergleich zum Vorjahresergebnis zulegen. Einziger Wermutstropfen in der Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr, das bei den Münchnern am 30. Juni ablief, sind leichte Verluste bei der Mediatochter Mediaplus. Insgesamt meldet Hauptgeschäftsführer Florian Haller aber über alle Disziplinen hinweg ein konsolidiertes Umsatzplus von 6,1 Prozent. Im Vergleichszeitraum 2008/2009 verzeichnete Serviceplan einen Zuwachs von 4,5 Prozent. Deutschlands größte inhabergeführte Agenturgruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Gross Income, das sich aus Honoraren und Provisionen zusammensetzt, in Höhe von 138 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2008/2009 waren es 130,1 Millionen Euro. Die Volumina der betreuten Werbeetats stiegen dabei von 868 Millionen Euro auf 920 Millionen Euro. Hier sind die Einkaufsvolumina der Mediaagentur nicht eingerechnet.

Aktuell beschäftigt die Münchner Gruppe 1005 Mitarbeiter und damit 28 Arbeitnehmer mehr als Vorjahreszeitraum. Der Pro-Kopf-Umsatz hat sich seitdem um 3 Prozent von 133.000 auf 137.000 Euro erhöht. Größter Umsatzbringer waren wie in den Jahren zuvor alle unter der Marke Serviceplan geführten Agenturen, die die Bereiche klassische Werbung, Verkaufsförderung, Dialog, Event und PR abdecken. Sie stellten 2009/2010 den Löwenanteil von 43,3 Prozent am Gesamtumsatz der Gruppe und steigerten ihre Ergebnisse um 3,6 Prozent. Laut eigenen Angaben konnten die krisenbedingt rückläufigen Honorare und Provisionen in den Spezialdisziplinen Verkaufsförderung, Dialog und Event durch ein erfolgreiches Neugeschäft in der Klassik „mehr als kompensiert werden".

Wachstumstreiber sei die Tochteragentur Serviceplan Campaign gewesen, die sich in den Pitches um die Werbeetats der Molkerei Alois Müller, des Reifenherstellers Continental und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft durchsetzen konnte. Zudem kam der nationale Werbeetat von BMW Motorrad hinzu und die Arbeiten für den Autohersteller BMW seien auch auf internationaler Ebene massiv ausgeweitet worden.

Trotz der Rückgänge ihrer Billings um 1,6 Prozent bleibt die Mediatochter Mediaplus zweitstärkste Kraft der Münchner Agenturgruppe. Sie trägt mehr als ein Viertel zum Gesamtumsatz von Serviceplan bei. Wie sich die Umsätze von Mediaplus im vergangenen Jahr genau entwickelt haben, wird in Kürze das Recma-Ranking zeigen.

Der Bereich digitale Kommunikation, der unter der Marke Plan.Net angesiedelt ist, legte 2009/2010 um 17,4 Prozent zu und steht mittlerweile für 21,9 Prozent des Gesamtumsatzes.

Auch Die Agenturen Facit und Saint Elmo's, die ebenfalls zur Serviceplan-Gruppe gehören, konnten ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20,1 Prozent steigern und tragen damit 8,4 Prozent zum Gruppenergebnis bei.

Der im Jahr 2008 begonnene Expansionskurs wird laut Agenturchef Haller weiter fortgesetzt. Vor allem im digitalen Bereich wurde die Internationalisierung mit neuen Büros von Plan.Net in Zürich, Wien und Dubai forciert. Auch Mediaplus ist seit diesem Jahr über eine Kooperation mit der österreichischen Werbeagentur Springer & Jacoby in Wien vertreten. Bis zum Jahresende sollen laut Haller weitere Investments folgen. „Wir sehen das als Chance, unsere Agentur im Verdrängungswettbewerb in dem von Dienstleistern völlig überbesetzten Agenturmarkt langfristig auf Erfolgskurs zu halten", erklärt der Agenturboss. Angesichts des sich erholenden Werbemarkts und wieder steigenden Werbebudgets rechnet er auch im laufenden Geschäftsjahr mit weiterem Wachstum bei der Serviceplan-Gruppe. ejej
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