Plan.Net-Chef Michael Frank: "Unternehmen müssen Investitionen in Innovationen mittragen"

Mittwoch, 08. September 2010
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Das Geschäft brummt, die Aussichten sind glänzend: Die meisten Digitaldienstleister erwarten 2010 ein zweistelliges Umsatzplus. Mit entsprechend breiter Brust wollen namhafte Vertreter wie Plan.Net-Chef Michael Frank auf der Dmexco "mit den Unternehmen in einen Dialog über Honorierung und Bewertung der Agenturleistung treten." Was Frank sagt, hat Gewicht. Der 43-Jährige ist nicht nur Chef der mit einem Honorarumsatz von rund 28 Millionen Euro drittgrößten Internetagentur. Als Sprecher des Forums Digitale Kommunikation im Verband Kommunikationsagenturen GWA ist Frank zudem das Sprachrohr eines Kreises besonders exponierter Branchengrößen wie unter anderem Plan.Net, Ogilvy, DDB und Syzygy.

In einem Exklusivinterview, das morgen in HORIZONT 36/2010, erscheint, redet Frank freundlich, aber bestimmt Tacheles.  Der Tenor: "Uns geht es darum, als Dienstleister auf Augenhöhe respektiert und honoriert zu werden. Der Wert unserer Arbeit lässt sich auf Dauer nicht mit Modellen abbilden, die auf Projektbasis beruhen." Insbesondere Unternehmen müsse man noch sensibilisieren für den sich „dramatisch verändernden Markt“.

- Beispiel Innovation: Kein Marktpartner sei auf Dauer allein in der Lage, mit dem derzeitigen Innovationstempo Schritt zu halten. Kunden müssten künftig bereit sein, so Frank, Investitionen in neue Konzepte und Applikationen zu tragen.

- Beispiel Mitarbeiter-Know-how: Im Gegensatz zu den klassischen Medien würden sich technische Standards, Berufsprofile und Job-Descriptions permanent ändern. Frank: „Die Mitarbeiter in den Digitalagenturen können zwar viel. Aber auch der beste Flash-Programmierer wacht nicht morgens auf und ist in der Lage, eine iPad-App zu entwickeln.“ Es könne auf Dauer nicht angehen, dass Agenturen alleine die Investitionen in Know-how und Mitarbeiter tragen, so Frank.

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Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 36/2010, die am Donnerstag, 9. September, erscheint.

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In Franks Plädoyer für neue Agentur-Kunden-Beziehungen fehlen auch die kleinen Spitzen gegen die Kollegen der Klassik- und/oder Mediaagenturen nicht: "Wir können selbstbewusst sagen: Digitialagenturen werden Leadagenturen."

Seine Thesen wird Frank auch auf der Dmexco beim Panel "Was ist Digitales Marketing wirklich wert?" am 15. September vortragen. Das könnte spannend werden. Denn neben seinen Agenturkollegen Horst Wagner (Pixelpark) und Stefan Knieß (Argonauten G2) stehen auch Kundenvertreter Rede und Antwort. Mal schauen, was Ralf Maltzen, Audi, und Michael Willeke, Coca-Cola, von dem Wunsch nach neuen Agentur-Kunden-Beziehungen halten. vs

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