Pixelpark verkauft Mehrheitsbeteiligung an Schindler Parent

Dienstag, 23. Juni 2009
Pixelpark-Chef Horst Wagner
Pixelpark-Chef Horst Wagner

Die Internetagentur Pixelpark trennt sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Meersburger Werbeagentur Schindler Parent. Wie das börsennotierte Berliner Unternehmen mitteilt, verkauft es 41 Prozent seiner 51-Prozent-Beteiligung an das Management von Schindler Parent, das damit 90 Prozent der Anteile hält. 10 Prozent der Anteile bleiben im Besitz von Pixelpark. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Pixelpark begründet den Schritt etwas gestelzt damit, dass Schindler Parent "im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Veränderungen zur Festigung der Kundenbeziehungen und der mittelfristigen Nachfolgeregelung eine Möglichkeit der signifikanten Bindung wichtiger Mitarbeiter" brauchte.

"Was nützt uns ein konsolidiertes Familienunternehmen, wenn es aufgrund von gesellschaftsrechtlichen Zwängen die Familie verliert", sagt Horst Wagner, Vorstandsvorsitzender von Pixelpark. Beide Agenturen wollen auf Basis eines Kooperationsvertrags ihre Zusammenarbeit fortsetzen.

Der Rückkauf durch das Management von Schindler Parent hatte sich schon länger abgezeichnet. Bereits im Herbst vorigen Jahres sickerte durch, dass Eugen Schindler und Jean-Claude Parent wieder vollständig das Kommando im eigenen Haus übernehmen wollen. Die Konstellation mit einer börsennotierten Muttergesellschaft, die zum damaligen Zeitpunkt schwer angeschlagen war, sorgte offenbar für mehr Probleme als Vorteile. "Mit dieser Entscheidung schaffen wir die Basis für den Erhalt der Agentur über die nächste Generation hinaus, ohne das sinnvolle Zusammenwirken mit Pixelpark aufzugeben", begründet Schindler den jetzigen Schritt. mam    
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