Pixelpark-Beteiligung Emprise stellt Insolvenzantrag

Mittwoch, 28. Januar 2009
CEO Horst Wagner will sich von defizitären Tochtergesellschaften trennen
CEO Horst Wagner will sich von defizitären Tochtergesellschaften trennen

Der Pixelpark-Beteiligung Emprise droht die Pleite. Der IT-Dienstleister hat beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Zuvor waren Gespräche mit potenziellen Investoren ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Sie sollen aber während des Insolvenzverfahrens weitergeführt werden. Ziel sei eine Sanierung des Hamburger Unternehmens. Der Geschäftsbetrieb laufe sowohl bei Emprise als auch bei den Tochtergesellschaften unverändert weiter. Die Online-Agentur Pixelpark ist mit knapp 30 Prozent größter Einzelaktionär von Emprise und hat dem finanziell angeschlagenen Unternehmen in letzter Zeit mehrere Darlehen in Höhe von insgesamt 1,2 Milionen bereitgestellt. Wie der Analyst Alexander Braun errechnete, droht Pixelpark im Falle einer Emprise-Insolvenz ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals. Unter diesem Umständen müsste der Vorstand eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen.

Pixelpark befindet sich seit 2008 selbst in großen finanziellen Schwierigkeiten und hat sich am Kapitalmarkt mehr als sieben Millionen Euro geliehen, um die dringend notwendige Sanierung finanzieren können. Außerdem will sich CEO Horst Wagner von defizitären Tochtergesellschaften trennen. brö
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